Der Speicherspezialist Micron Technology hat im zweiten Geschäftsquartal 2026 historische Bestmarken erzielt. Umsatz und Gewinn schossen dank des ungebrochenen KI-Booms in beispiellose Höhen, während das Management zeitgleich die Dividende anhob. Dass die Papiere im nachbörslichen Handel am Mittwoch dennoch nachgaben, liegt an einem teuren Blick in die Zukunft.

Historische Gewinnsprünge

Die nackten Zahlen des bis Februar laufenden Quartals lesen sich beeindruckend. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 196 Prozent auf 23,86 Milliarden US-Dollar. Noch deutlicher fiel die Profitabilitätssteigerung aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie sprang von 1,56 auf 12,20 US-Dollar. Diese enorme Cash-Generierung veranlasste den Vorstand, die reguläre Quartalsdividende um 30 Prozent auf 0,15 US-Dollar anzuheben.

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Verantwortlich für dieses rasante Wachstum ist der massive Ausbau der weltweiten Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Laut CEO Sanjay Mehrotra profitiert das Unternehmen von einer enormen Nachfrage, die auf ein stark begrenztes Branchenangebot trifft. Diese Knappheit zieht sich durch alle wichtigen Speichersegmente. Besonders bei hochbandbreitigem Speicher (HBM), der für moderne KI-Prozessoren zwingend erforderlich ist, erlebt die Industrie derzeit extreme strukturelle Engpässe.

Milliarden-Investitionen schrecken ab

Trotz der operativen Erfolge richtete sich der Fokus der Investoren rasch auf die Kosten dieses technologischen Vorsprungs. Das Management korrigierte die Prognose für die Investitionsausgaben (Capex) im laufenden Geschäftsjahr deutlich nach oben – von ursprünglich geplanten 20 auf nun 25 Milliarden US-Dollar. Für 2027 stellte die Führungsebene sogar noch höhere Ausgaben in Aussicht, um die Produktionskapazitäten weiter auszubauen.

Diese massiven langfristigen Kapitalbindungen überschatteten die exzellenten Quartalszahlen. Nach einer rasanten Rallye, die den Kurs auf Jahressicht um über 327 Prozent auf zuletzt 397,20 Euro trieb, nutzten einige Marktteilnehmer die teuren Zukunftspläne offenbar für Gewinnmitnahmen und drückten die Aktie nachbörslich ins Minus.

Ausblick auf das dritte Quartal

Für das kommende Jahresviertel rechnet der Halbleiterhersteller mit einer weiteren Beschleunigung des operativen Geschäfts. Micron peilt einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn zwischen 18,75 und 19,55 US-Dollar je Aktie an. Gleichzeitig soll die Bruttomarge auf etwa 81 Prozent steigen, was die anhaltende Preissetzungsmacht des Unternehmens in einem leergekauften Markt unterstreicht.

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