Solide Zahlen, ambitionierte Ziele – und trotzdem ein zweistelliger Kursverlust. Heute hat Vonovia den Markt mit seinen Geschäftsergebnissen für 2025 nicht überzeugen können, auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick ordentlich aussehen.

Das bereinigte EBITDA kletterte gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern legte um 4,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu, was 2,29 Euro je Aktie entspricht. Treiber waren gestiegene Mieten, eine Neuvermietungsquote auf hohem Niveau und eine Belegungsquote von 97,9 Prozent. Der Wert des Immobilienportfolios stieg ohne Investitionen auf 80,7 Milliarden Euro – der Nettovermögenswert liegt bei 46,28 Euro je Anteil. Für die Hauptversammlung im Mai schlägt der Aufsichtsrat eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vor.

Cashflow verfehlt – und das ist das eigentliche Problem

Trotzdem hat die Aktie heute um rund 12 Prozent nachgegeben und zeitweise ein Jahrestief markiert. Der Grund: Der operative Cashflow sank um 6,4 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro und blieb damit hinter den Analystenerwartungen zurück. Genau dieser Cashflow ist jedoch die Grundlage für die ehrgeizigen Pläne des neuen CEO Luka Mucic – bis 2028 soll das bereinigte EBITDA auf 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro wachsen, während gleichzeitig Schulden abgebaut und eine steigende Dividende gezahlt werden soll. Für viele Investoren klingt das nach einer schwer zu vereinbarenden Gleichung.

Erschwerend kommt das Marktumfeld hinzu. Fed, EZB und Bank of England haben heute und gestern ihre Leitzinsen unverändert gelassen – und gleichzeitig deutlicher als erwartet auf steigende Inflationsgefahren durch den Nahostkonflikt hingewiesen. Steigende Anleiherenditen sind für Immobilienaktien strukturell eine Belastung: höhere Refinanzierungskosten, unattraktivere Bewertungsrelationen. Die gesamte Branche litt heute – TAG Immobilien verlor rund 7 Prozent, Aroundtown knapp 7 Prozent.

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Das Management muss liefern

Das Vertrauen der Investoren ist offensichtlich erschüttert – nicht wegen der Zahlen für 2025, sondern wegen der Skepsis, ob die gesteckten Ziele in einem Umfeld wieder steigender Realzinsen erreichbar sind. Kann Vonovia gleichzeitig wachsen, entschulden und die Dividende erhöhen? In den kommenden Tagen ist das Management auf Roadshow bei mehreren Research-Häusern unterwegs, um genau diese Frage zu beantworten. Konkrete Antworten auf die Frage, wie die Ziele bis 2028 erreicht werden sollen, dürften entscheidend dafür sein, ob es zu einer Gegenbewegung kommt.

Nach dem heutigen Ausverkauf notiert die Aktie auf einem Niveau, das auf Basis der Dividende von 1,25 Euro eine Rendite von rund 5,6 Prozent ergibt. Der RSI signalisiert nach dem Einbruch eine deutlich überverkaufte Situation.

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