Micron Aktie: Lieferengpässe verschärfen sich
Micron Technology profitiert weiter vom KI-Boom. Auf der Wolfe-Konferenz bestätigte Finanzvorstand Mark Murphy am 11. Februar, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot deutlich übersteigt. Die angespannte Lage dürfte bis weit ins Jahr 2026 anhalten – möglicherweise sogar darüber hinaus.
Die wichtigsten Fakten:
- HBM4-Auslieferungen laufen bereits – ein Quartal früher als geplant
- Gesamte HBM-Kapazität für 2026 ausverkauft
- DRAM-Lagerbestände bleiben bewusst niedrig
- Bruttomargen bei 68 Prozent erwartet
HBM4 kommt früher als erwartet
Micron hat die Produktion seines High-Bandwidth Memory der vierten Generation (HBM4) in großem Maßstab aufgenommen. Die Auslieferungen an Kunden starteten bereits im ersten Kalenderquartal – ein Quartal vor dem im Dezember kommunizierten Zeitplan.
Murphy machte deutlich: Die Nachfrage übertrifft bei Weitem das, was Micron oder die gesamte Branche liefern kann. Einige Großkunden konnten laut CEO-Aussagen zuletzt nur 50 bis zwei Drittel ihres Speicherbedarfs decken.
Kapazitätserweiterung bis 2028 geplant
Um die Versorgungslücke zu schließen, verfolgt Micron mehrere Initiativen:
Die 1-Gamma-DRAM-Technologie befindet sich im Hochlauf. Sie soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 den Großteil der Produktionsmenge ausmachen. Zusätzliche Kapazität entsteht durch das neue Werk in Idaho, das Mitte 2027 ans Netz geht.
Die 1,8 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Tongluo-Fabrik in Taiwan soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Von dort wird Ende 2027 bis 2028 Nachschub erwartet. In Singapur erfolgte der Spatenstich für eine NAND-Fabrik – erste Wafer werden für die zweite Hälfte 2028 angepeilt.
Murphy betonte allerdings, dass Kapazitätsausweitungen Zeit brauchen. Neue Standorte benötigen besonders lange, und Technologiesprünge verlaufen weniger effizient als früher.
KI-Systeme treiben Speicherhunger
Hinter dem Nachfrageschub stehen KI-Anwendungen, die zunehmend leistungsfähigere und größere Speicherlösungen benötigen. Die Investitionen der Hyperscaler sollen 2026 knapp 800 Milliarden Dollar erreichen – vor wenigen Jahren lagen sie noch unter 200 Milliarden.
Murphy bekräftigte die Prognose für eine Bruttomarge von 68 Prozent. Der finanzielle Ausblick habe sich seit dem letzten Quartalsbericht verbessert, vor allem dank anhaltender Preisstärke. Vom zweiten zum dritten Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen eine weitere Margenausweitung.
Die Aktie legte 2026 kräftig zu und notierte nach der Konferenzpräsentation oberhalb von 410 Dollar. Die Einjahresrendite beträgt laut Simply Wall St über 330 Prozent. Am 19. März stehen die nächsten Quartalszahlen an.
Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Micron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








