Micron setzt den nächsten großen Baustein für sein Speicherchip-Geschäft im KI-Zeitalter. Mit einem neuen Milliardenprojekt in Singapur will der Konzern seine Kapazitäten deutlich ausbauen – lange bevor die Fabrik tatsächlich produziert. Entscheidend ist dabei weniger der heutige Markt, sondern die erwartete Nachfrageexplosion durch KI-Rechenzentren ab dem Ende dieses Jahrzehnts.

Großprojekt in Singapur

In Singapur hat Micron den Spatenstich für eine neue, hochmoderne Wafer-Fabrik gesetzt. Das Projekt ist auf rund 24 Milliarden US-Dollar über zehn Jahre angelegt und soll die Produktion von NAND-Speichern deutlich erhöhen.

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Nach Unternehmensangaben ist der Start der Wafer-Auslieferung in der zweiten Jahreshälfte 2028 geplant. Die Fabrik ist damit klar auf zukünftige Nachfrage in datengetriebenen Anwendungen ausgerichtet – von Cloud- und KI-Servern bis hin zu speicherintensiven Unternehmenslösungen.

Im Kern verfolgt Micron das Ziel, frühzeitig Produktionskapazität zu sichern, um vom erwarteten Wachstum im Speichersegment zu profitieren. Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der sich der gesamte Sektor neu aufstellt.

KI-Superzyklus als Treiber

Die globale Halbleiterbranche spricht inzwischen von einem möglichen „AI Supercycle“. Gemeint ist ein längerfristiger Nachfrageboom, ausgelöst durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren und datenintensiven Anwendungen.

Für Speicherspezialisten wie Micron sind dabei vor allem drei Bereiche entscheidend:

  • NAND-Speicher für Hochleistungs-SSDs in KI-Servern
  • DRAM als Arbeitsspeicher für Trainings- und Inferenzsysteme
  • High Bandwidth Memory (HBM) für besonders rechenstarke Beschleunigerkarten

Branchenprognosen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach NAND allein im Jahr 2026 um mehr als 20 % zulegen könnte, vor allem wegen des Einsatzes in KI-Servern. Parallel dazu wird der gesamte Halbleitermarkt für 2026 deutliches Wachstum erwarten, angeführt von Speicher- und Logikchips. Die aktuelle Expansion in Singapur fügt sich damit in eine Welle strategischer Investitionen der großen Chipkonzerne ein, die sich Kapazität und Technologievorsprung für die nächste Wachstumsphase sichern wollen.

Börsenperspektive und Termine

An der Börse spiegelt sich diese KI-Fantasie bereits in einer extrem starken Kursentwicklung wider: Die Aktie hat sich auf Sicht von zwölf Monaten um rund 377 % verteuert und gestern bei 407,70 US-Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert. Damit liegt der Kurs auch deutlich über dem 200‑Tage-Durchschnitt, was auf einen ausgeprägten Aufwärtstrend hinweist.

Für Anleger dürften die nächsten Kommunikationsanlässe wichtig werden, um die Strategie besser einzuordnen. Am 11. Februar 2026 nimmt das Management an einer Investorenkonferenz von Wolfe Research teil, wo weitere Details zur Kapazitätsplanung und zur Rolle von KI im Geschäftsmodell erwartet werden. Die nächsten Quartalszahlen sind für Ende März 2026 angekündigt – dann wird sich zeigen, wie stark der operative Rückenwind durch den AI-Boom kurzfristig tatsächlich schon in den Zahlen ankommt.

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