Micron Aktie: Samsung greift an
Der Höhenflug des US-Chipherstellers erhält einen Dämpfer. Während Micron fundamental glänzt, sorgt ein Bericht über den Konkurrenten Samsung für Unruhe an den Märkten. Droht dem Platzhirsch im KI-Speichersegment nun der Verlust seiner Preismacht, oder ist der jüngste Rücksetzer eine Überreaktion?
Konkurrenzdruck drückt den Kurs
Verantwortlich für die aktuelle Nervosität ist vor allem die Sorge um die Vormachtstellung im Bereich der High-Performance-Speicher. Am Montag verlor die Aktie über 2,6 Prozent und schloss bei 389,11 Dollar. Auslöser ist ein Bericht, wonach der Wettbewerber Samsung kurz vor der finalen Zertifizierung seiner HBM4-Chips (High Bandwidth Memory) durch den Schlüsselkunden Nvidia steht.
Diese Nachricht trifft einen empfindlichen Nerv. Bisher galten Micron und SK Hynix als die primären Profiteure des KI-Speicherbooms. Sollte Samsung seine HBM4-Lieferungen an Großkunden wie Nvidia schneller als erwartet hochfahren, könnte dies Microns Marktanteile gefährden und Druck auf die Margen im Premium-Segment ausüben.
Volle Auftragsbücher bis 2026
Trotz der aufkommenden Konkurrenzsituation bewerten viele Marktbeobachter die fundamentale Lage weiterhin positiv. Das zentrale Argument der Bullen: Die weltweite Nachfrage nach KI-Speicher übersteigt das Angebot bei weitem. Microns Produktionskapazitäten für HBM sind Berichten zufolge für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits vollständig ausverkauft.
Diese Stärke spiegelt sich auch in den jüngsten Zahlen wider. Im ersten Fiskalquartal 2026 steigerte das Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Angesichts eines erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses (Forward P/E) von rund 12 halten einige Analysten den Titel auf dem aktuellen Niveau für fundamental unterbewertet.
Massive Investitionen in die Zukunft
Um den "Superzyklus" bei der Speichernachfrage zu bedienen, treibt Micron seine Expansion aggressiv voran. Für das Geschäftsjahr 2026 sind Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar eingeplant, um das Angebot an HBM und DRAM zu erweitern.
Zu den strategischen Schritten zählen der Erwerb einer Fertigungsstätte in Taiwan zur Erweiterung der Reinraumkapazitäten sowie Neubauprojekte in den USA, Japan und Indien. In New York hat der Bau einer großen Fertigungsanlage bereits begonnen, flankiert von weiteren Investitionen in Idaho und Virginia.
Auch Insider-Transaktionen bleiben im Blickfeld der Anleger. Am 22. Januar verkaufte Executive Vice President Manish Bhatia Aktien im Wert von rund 3,3 Millionen Dollar. Während solche Verkäufe oft Teil der regulären Finanzplanung von Managern sind, tragen sie in volatilen Phasen zumindest nicht zur Beruhigung bei.
Die Aktie befindet sich übergeordnet in einem Aufwärtstrend, doch die Sensibilität gegenüber Nachrichten aus der Lieferkette ist gestiegen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie schnell Samsung tatsächlich relevante Stückzahlen liefern kann und ob Microns Preismacht in diesem dynamischen Umfeld stabil bleibt.
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