Die Aktie von Micron Technology kennt derzeit kein Halten und markierte am Dienstag ein neues Allzeithoch. Der Speicherchip-Spezialist untermauert seine Wachstumsambitionen mit einer gewaltigen Investition von 24 Milliarden US-Dollar in Singapur. Befeuert wird die Euphorie zusätzlich durch einen optimistischen Analystenkommentar, der aufgrund des anhaltenden KI-Booms noch deutlich mehr Potenzial sieht.

Massive Expansion in Singapur

Der heute erfolgte Spatenstich am bestehenden NAND-Fertigungskomplex in Singapur markiert den Beginn einer langfristigen Strategie. Micron plant, über die nächsten zehn Jahre rund 24 Milliarden US-Dollar in den Standort zu investieren. Ziel ist der Bau einer neuen Fertigungsanlage mit knapp 65.000 Quadratmetern Reinraumfläche.

Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2028 anlaufen. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die explodierende Nachfrage nach Speichertechnologie, die durch künstliche Intelligenz und datenintensive Anwendungen getrieben wird. Parallel dazu liegt der Fokus auf dem für KI-Server essenziellen High-Bandwidth Memory (HBM). Eine entsprechende Anlage in Singapur liegt im Zeitplan, um ab 2027 signifikante Mengen zu liefern. Insgesamt sollen durch die Expansion rund 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Analyst sieht Kurs bei 480 Dollar

Rückenwind erhält die Aktie auch von der Mizuho-Bank. Analyst Vijay Rakesh hob sein Kursziel am Dienstag von 390 auf 480 US-Dollar an – die zweite Erhöhung innerhalb weniger Wochen.

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Hintergrund der Zuversicht ist eine prognostizierte Preissteigerung bei NAND-Speichern. Während die Nachfrage in diesem Jahr voraussichtlich um 20 Prozent steigt, bleibt die Produktion weitgehend flach. Ein solches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt typischerweise zu steigenden Preisen und Margen für die Hersteller.

Speicher-Knappheit spitzt sich zu

Die Investitionsentscheidung trifft auf einen ohnehin angespannten Markt. Das Management bezeichnet die aktuelle Situation als „beispiellose“ Speicherknappheit. Da Produktionskapazitäten massiv für den hochkomplexen HBM-Speicher gebunden werden, fehlt es zunehmend an herkömmlichen Chips für PCs und Smartphones.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieses Defizit bis Ende 2027 anhalten könnte, was die Preise für Enterprise-SSDs weiter in die Höhe treiben dürfte. Strategisch passt die Stärkung des Standorts Singapur zudem zur Neuausrichtung des Konzerns, nachdem sich Micron im Oktober 2025 weitgehend aus dem chinesischen Server-Chip-Markt zurückgezogen hatte.

Mit dem heutigen Anstieg auf über 404 US-Dollar bestätigt die Aktie ihren starken Aufwärtstrend seit Jahresbeginn. Der nächste operative Meilenstein für Anleger ist nun die Inbetriebnahme der HBM-Erweiterung im kommenden Jahr, welche die Position von Micron im KI-Wettlauf weiter festigen soll.

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