Micron Aktie: KI-Nachfrage treibt
Micron setzt im Rennen um KI-Hardware gleich an zwei Hebeln an: mehr Kapazität – und engere Abstimmung mit den wichtigsten Zulieferern. Genau das zeigt der nächste Schritt mit Lam Research in Boise. Was bringt diese Nähe im Alltag einer Branche, in der kleine Prozessänderungen schnell Milliarden bewegen?
Lam Research rückt näher ran
Lam Research eröffnet in Boise, Idaho, ein neues Büro, um mit Micron enger an Forschung & Entwicklung sowie an der Unterstützung der Serienfertigung für moderne Speicherchips zu arbeiten. Rund 150 Mitarbeitende sollen dort eingesetzt werden – direkt in der Nähe von Microns Standorten.
Der Hintergrund ist klar: Wenn Ausrüstung, Prozesse und Produktionsplanung frühzeitig zusammenpassen, lassen sich neue Fertigungsstufen schneller hochfahren. Micron hatte Lam zuletzt zudem als „Outstanding Front End Equipment Supplier“ ausgezeichnet – ein Signal, dass die Zusammenarbeit bereits tief im Tagesgeschäft verankert ist.
Warum das bei HBM & DRAM zählt
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) und fortschrittlichem DRAM bleibt hoch, während Käufer gleichzeitig über knappe Verfügbarkeit sprechen. In so einem Umfeld wird geografische Nähe plötzlich zum Produktivitätsfaktor: Lam bekommt früher Einblick in Tool-Anforderungen und Prozessänderungen, Micron kann Umbauten und Ramp-ups besser takten.
Gerade im Speichermarkt hängt die Bestellung von Wafer-Fab-Equipment oft an Timing und technischer Abstimmung. Wenn beides sitzt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kapazität rechtzeitig dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
HBM4 ausverkauft – und Produktion früher gestartet
Micron meldet, dass die gesamte HBM-Liefermenge für das Kalenderjahr 2026 bereits vertraglich über Preis und Volumen abgedeckt ist – inklusive der nächsten Generation HBM4. Zusätzlich kommt Tempo ins Spiel: Die HBM4-Volumenproduktion lief früher an als geplant, und Auslieferungen starten laut Berichten sogar ein volles Quartal vor dem im Dezember skizzierten Zeitplan. CFO Mark Murphy hatte dazu am 11. Februar auf einer Konferenz von Wolfe Research gesagt, dass HBM4 bereits an Kunden ausgeliefert wird.
Parallel dazu läuft ein großer Kapazitätsausbau in den USA: Micron will insgesamt 200 Milliarden US-Dollar investieren. Für das Fiskaljahr 2026 wurde die Capex-Prognose zudem auf 20 Milliarden US-Dollar angehoben (zuvor 18 Milliarden), nach 13,8 Milliarden im vorangegangenen Fiskaljahr.
An der Börse spiegelt sich die Wachstumsfantasie weiter wider: Die Aktie liegt heute bei 356,80 Euro.
Im Blickpunkt steht damit vor allem eines: Micron geht davon aus, dass die angespannte Versorgungslage bei DRAM und NAND mindestens durch das Kalenderjahr 2026 anhält – getrieben vom Rechenzentrumsmarkt, in dem pro Server mehr Speicher und Speicherplatz für KI-Training und Inferenz verbaut wird.
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