Micron profitiert weiter vom KI-Boom – und liefert jetzt ein handfestes Signal aus dem Kerngeschäft: Die komplette Produktionskapazität für HBM4-Speicher im Jahr 2026 ist bereits ausverkauft. Die Nachricht kam an der Börse gut an, die Aktie legte danach um mehr als 10% zu. Gleichzeitig hoben mehrere große Investmentbanken ihre Kursziele an.

HBM4 schon für 2026 verplant

Laut Berichten hat Micron die Volumenproduktion seiner HBM4-Chips früher als geplant gestartet. Entscheidend: Sämtliche 2026er-Output ist bereits Kunden zugesagt. Dahinter stehen vor allem Hyperscaler und Anbieter von KI-Infrastruktur, die sich Speicher für die nächste Systemgeneration sichern wollen.

HBM (High-Bandwidth Memory) ist ein zentraler Baustein moderner KI-Server, weil er hohe Datentransferraten für Machine-Learning-Workloads ermöglicht. Dass Micron ein ganzes Jahr HBM4-Produktion bereits lange vor Ablauf des Jahres vollständig platzieren kann, unterstreicht die Engpässe im KI-Speichermarkt. Wie stark wirkt sich diese Knappheit auf Preise und Margen aus? Der Artikel liefert dazu mehrere Hinweise – unter anderem über die DRAM-Preisentwicklung.

200 Milliarden Dollar für US-Ausbau

Parallel treibt Micron laut einem Bericht den Ausbau der Fertigung in den USA voran und will dafür rund 200 Mrd. US-Dollar investieren. Ziel ist es, einen drohenden Versorgungsengpass abzufedern, der in der Speicherbranche als außergewöhnlich groß beschrieben wird.

Im Zuge der Fokussierung auf höherwertige HBM-Produkte hatte Micron zuvor angekündigt, die Consumer-Marke Crucial im Februar einzustellen, um Kapazitäten umzulenken.

Banken werden deutlich optimistischer

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Mehrere Investmentbanken erhöhten in den vergangenen Tagen ihre Kursziele:

  • Needham & Company: von 380 auf 450 US-Dollar (17. Februar), Rating „Buy“ bestätigt
  • Morgan Stanley: von 350 auf 450 US-Dollar (11. Februar), begründet mit steigenden DRAM-Preisen und Angebotsknappheit
  • Deutsche Bank: von 300 auf 500 US-Dollar (10. Februar) und zugleich die EPS-Schätzung für das Kalenderjahr 2026 auf 46,50 US-Dollar angehoben

Morgan Stanley verweist zudem auf spürbare Preisbewegungen im Markt: DDR5-Spotpreise seien seit Jahresbeginn um 30% gestiegen und lägen inzwischen 130% über den Januar-Vertragspreisen. Für Speicherhersteller deutet das auf ein günstiges Preisumfeld hin.

Zahlen über den Erwartungen

Die jüngsten Quartalszahlen (gemeldet im Dezember) fielen besser aus als erwartet. Micron erzielte einen Gewinn je Aktie von 4,78 US-Dollar nach 3,77 US-Dollar Konsensschätzung. Der Umsatz lag bei 13,64 Mrd. US-Dollar und damit über den erwarteten 12,62 Mrd. US-Dollar; gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Plus von 56,7%.

Für Q2 2026 stellte Micron eine Gewinnspanne von 8,22 bis 8,62 US-Dollar je Aktie in Aussicht.

Unterm Strich trifft eine ausverkaufte HBM4-Kapazität auf steigende Speicherpreise und hohe Investitionen in zusätzliche Fertigung. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 18. März 2026 angekündigt – dann dürfte sich zeigen, wie viel Rückenwind aus HBM und der aktuellen Preislage bereits konkret in Ergebnis und Ausblick steckt.

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