Commerzbank Aktie: Stellenabbau droht
Das UniCredit-Übernahmeangebot liegt auf dem Tisch — und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp schlägt Alarm. Sie warnt offen vor einem Stellenabbau um zwei Drittel der Belegschaft, sollte die Übernahme gelingen. Das Szenario kennt sie aus der Geschichte: Die HypoVereinsbank verlor nach dem Einstieg der Italiener 2005 massiv an Personal.
Angebot unter Marktwert
UniCredit hatte Mitte März ein freiwilliges Aktientauschangebot angekündigt: 0,485 UniCredit-Papiere je Commerzbank-Aktie, was rechnerisch rund 30,80 Euro entspricht. Der Börsenkurs der Commerzbank notiert jedoch bereits darüber — ein klares Signal, dass Anleger mit einer Nachbesserung rechnen. Orlopp kritisiert zudem fehlende Transparenz über die konkreten Absichten des UniCredit-Chefs Andrea Orcel. Dessen angestrebte Kosten-Ertrags-Quote von 35 Prozent lasse sich ohne drastischen Personalabbau kaum erreichen, so ihre Einschätzung.
UniCredit hält derzeit 26 Prozent der Commerzbank-Anteile direkt sowie weitere 4 Prozent über Derivate. Das Angebot zielt darauf ab, die 30-Prozent-Schwelle des deutschen Übernahmerechts zu überschreiten — betont aber gleichzeitig, keine Kontrolle anzustreben.
Starke Zahlen, breiter Rückhalt
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Die Commerzbank setzt auf operative Stärke als Gegenargument. Das Geschäftsjahr 2025 schloss die Bank mit dem besten operativen Ergebnis ihrer Geschichte ab: bereinigtes Nettoergebnis von 3 Milliarden Euro, Provisionsüberschuss plus sieben Prozent. Flankiert wurde dies von einem Aktienrückkauf über 524 Millionen Euro.
Der Widerstand gegen die Übernahme ist breit aufgestellt. Betriebsrat und Gewerkschaft Verdi stehen hinter dem Management, Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich öffentlich für eine eigenständige Commerzbank ausgesprochen. Der Bund, der gut 12 Prozent der Anteile hält, will seine Aktien nicht andienen.
Hauptversammlung als nächste Eskalationsstufe
Die entscheidenden Wochen stehen noch bevor. UniCredit will bis zum 4. Mai eine außerordentliche Hauptversammlung in Italien einberufen, um die nötige Kapitalerhöhung zu genehmigen. Die ordentliche Hauptversammlung der Commerzbank am 20. Mai dürfte zum nächsten Schauplatz des Konflikts werden. Analysten sehen die Commerzbank-Aktie trotz des laufenden Übernahmedrucks positiv: Kursziele von 39 und 44 Euro signalisieren, dass sie den eigenständigen Wert der Bank deutlich über dem aktuellen Angebotspreis einschätzen.
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