Arm Holdings bricht mit einer 35-jährigen Tradition. Der Chip-Spezialist wandelt sich vom reinen Lizenzgeber zum Hardware-Produzenten und greift mit eigener Silizium-Technik den Markt für Rechenzentren an. Diese Neuausrichtung verspricht zwar gewaltige Umsatzsprünge, fordert von den Anlegern jedoch Geduld und starke Nerven.

Eigene Hardware für KI-Rechenzentren

Kern der neuen Strategie ist die „Arm AGI CPU“, ein spezialisierter Prozessor für künstliche Intelligenz in Rechenzentren. Das Unternehmen verlässt damit sein angestammtes Geschäftsmodell, lediglich Baupläne für Chips zu entwerfen. Die neue Hardware entstand in enger Zusammenarbeit mit Meta und wird in einem hochmodernen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt.

Das Management verfolgt damit ehrgeizige Ziele. Bis zum Geschäftsjahr 2031 soll allein diese neue Produktlinie einen jährlichen Umsatz von rund 15 Milliarden Dollar generieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag der Gesamtumsatz des Unternehmens noch bei etwa 4 Milliarden Dollar. Insgesamt peilt Arm bis 2031 Erlöse in Höhe von 25 Milliarden Dollar an.

Margendruck durch neues Geschäftsmodell

An der Börse sorgte die Ankündigung zunächst für eine kräftige Rally, bevor am Freitag deutliche Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Aktie verlor heute 7,69 % und schloss bei 124,80 Euro. Neben einem allgemein schwächeren Technologieumfeld belastet vor allem die Sorge um die künftige Profitabilität.

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Das bisherige Modell, bei dem Arm Lizenzen für sein geistiges Eigentum verkaufte, war extrem profitabel und lieferte Bruttomargen von rund 97,5 %. Mit dem Einstieg in die eigene Hardware-Produktion wird sich dieser Wert voraussichtlich auf 40 bis 50 % halbieren. Investoren müssen nun abwägen, ob das massive Volumenwachstum diesen Rückgang der relativen Profitabilität ausgleichen kann.

Analysten zwischen Euphorie und Skepsis

In der Analystengemeinschaft herrscht Uneinigkeit über die Bewertung dieser Transformation. Während einige Experten das Potenzial sehen, einen signifikanten Anteil am 100 Milliarden Dollar schweren Markt für KI-Chips zu erobern, mahnen andere zur Vorsicht. Die operativen Risiken beim Aufbau einer eigenen Fertigung und Lieferkette sind erheblich.

Die wichtigsten Finanzziele und Einschätzungen im Überblick:
- Geplanter Umsatz AGI CPU (2031): 15 Mrd. USD
- Angestrebtes Gesamtziel (2031): 25 Mrd. USD
- Erwartete Bruttomarge (Hardware): 40 % bis 50 %
- Analysten-Kursziel (Spanne): 120 USD bis 240 USD

In den kommenden 90 Tagen wird der Fokus der Marktteilnehmer vor allem darauf liegen, wie erfolgreich Arm die ersten Lieferpläne für die neuen Chips umsetzt. Die Fähigkeit, die Margenverwässerung durch effiziente Prozesse abzufedern, dürfte über den weiteren Kursverlauf entscheiden.

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