Metaplanet ist nach einem Kurssprung weiter gefragt. Die Aktie legte gestern um rund 15 % auf 605 Yen zu und nähert sich damit einer zentralen Marke bei 637 Yen. Dort liegt der Auslöser für das „Moving Strike Warrant“-Programm (MSW), über das das Unternehmen frisches Kapital für zusätzliche Bitcoin-Käufe einsammeln kann. Parallel richtet sich der Blick auf die heutige Abstimmung zum US‑„Clarity Act“, die den gesamten Krypto-Sektor beeinflussen dürfte.

Der 637‑Yen-Trigger

Der jüngste Kursanstieg rückt die Reaktivierung des MSW-Programms in unmittelbare Nähe. Auslöser ist das Niveau von 637 Yen, das aktuell nur noch rund 5 % entfernt liegt.

Kernpunkte:

  • Schlusskurs gestern: 605 Yen, rund +15 % zum Vortag
  • Kritische Marke: 637 Yen als Schwelle für die MSW-Reaktivierung
  • Zweck des Programms: Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe

Steigt der Kurs über 637 Yen und kann sich darüber halten, werden Warrants ausgeübt und neue Aktien emittiert. Der Mittelzufluss ist ausdrücklich für zusätzliche Bitcoin-Investitionen vorgesehen. Damit entsteht ein Reflex-Mechanismus: Ein höherer Aktienkurs ermöglicht mehr Kapitalaufnahme, dieses Kapital fließt in weitere Bitcoin-Käufe, was die Story für Anleger verstärkt.

Das Programm war in Phasen erhöhter Volatilität zwischenzeitlich ausgesetzt, gilt nun aber wieder als möglicher Treiber für eine erneute, offensiv geführte Akkumulationsphase.

Bitcoin-Bestand und mNAV-Bewertung

Die operativen Kennzahlen untermauern die aktuelle Rally. Per Januar 2026 hält Metaplanet rund 35.102 Bitcoin. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Unternehmens-Haltern weltweit und ist in Asien die Nummer eins.

Wesentlich für die Bewertung ist die sogenannte mNAV-Kennzahl (Market Net Asset Value), die die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zum Wert der Bitcoin-Position setzt. Dieser Wert liegt aktuell bei 1,36 und damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2025. Ein mNAV deutlich über 1,0 zeigt, dass der Markt einen Aufschlag auf den reinen Bitcoin-Bestand zahlt – unter anderem in Erwartung weiterer Käufe und möglicher Ertragsmodelle rund um den Bestand.

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Der jüngste Kursverlauf fügt sich in eine Serie von Zukäufen ein. Besonders hervor sticht die am 30. Dezember 2025 gemeldete Transaktion über 4.279 Bitcoin. Seitdem hat die Aktie den breiten Topix-Index seit Jahresbeginn klar hinter sich gelassen.

US‑„Clarity Act“ als Makrofaktor

Neben dem MSW-Trigger wirken heute vor allem externe Rahmenbedingungen. Direktor und COO Yoshimi Abe verweist auf die Abstimmung zum „Clarity Act“ in den USA, die heute ansteht und als wichtiger Makro-Baustein für die Bewertung von Bitcoin-Beständen gilt.

Das Gesetzesvorhaben soll einen klaren institutionellen Rechtsrahmen für den US‑Kryptomarkt schaffen. Für Unternehmen mit bilanzierten Bitcoin-Beständen wäre das ein zusätzlicher Legitimationsschub. Metaplanets Ansatz orientiert sich am Modell von MicroStrategy in den USA: Schulden- und Eigenkapitalfinanzierung werden genutzt, um digitale Vermögenswerte aufzubauen.

Im Unterschied zu US-Wettbewerbern profitiert Metaplanet jedoch vom anhaltend sehr niedrigen Zinsumfeld in Japan. Günstige Yen-Finanzierungen ermöglichen einen „Carry Trade“-ähnlichen Ansatz, bei dem sich der Zinsvorteil bezahlt macht, solange Bitcoin Fiatwährungen deutlich outperformt.

Ausblick auf Q1 und das „555 Million Plan“

Kurzfristig stehen zwei Faktoren im Vordergrund:

  1. Kursentwicklung zur 637‑Yen-Marke:
    Ein nachhaltiger Ausbruch darüber dürfte die sofortige Wiederaufnahme der Kapitalmaßnahmen und nachgelagerte Ankündigungen neuer Bitcoin-Käufe nach sich ziehen.

  2. Ergebnis der US‑Abstimmung:
    Ein positives Votum zum Clarity Act könnte den Rückenwind für Krypto-Assets verstärken und damit die aktuell über dem reinen Vermögenswert liegende Bewertung (mNAV > 1,0) stützen.

Mittelfristig orientiert sich der Markt am sogenannten „555 Million Plan“. Metaplanet peilt darin einen Bitcoin-Bestand von insgesamt 210.000 BTC bis Ende 2027 an. Mit der möglichen Reaktivierung des MSW-Programms dürfte insbesondere im ersten Quartal 2026 das Tempo der Akkumulation weiter anziehen, sofern Kursniveau und Marktumfeld stabil bleiben.

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