Japans größter börsennotierter Bitcoin-Halter weitet seine Strategie aus. Metaplanet gründet mit Metaplanet Ventures K.K. eine eigene Venture-Tochter – und macht damit den Schritt vom reinen Bitcoin-Akkumulierer zum Aufbauer digitaler Finanzinfrastruktur.

Die neue Tochtergesellschaft im Detail

Metaplanet Ventures K.K. soll über zwei bis drei Jahre rund 4 Milliarden Yen investieren, finanziert aus dem bestehenden Bitcoin-Einkommensgeschäft. Im Fokus stehen Bereiche wie Kreditvergabe, Zahlungsabwicklung, Lightning-Netzwerk, Stablecoin-Settlement, Derivate, Verwahrung, Compliance-Technologie und tokenisierte Anlageprodukte. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf Japan, mit selektivem globalem Blick.

Ergänzt wird das durch ein Inkubatorprogramm für Frühphasen-Unternehmen sowie Fördermittel für Entwickler und Bildungseinrichtungen. Auf die Ergebnisse für 2026 soll die neue Struktur laut Unternehmensangaben keinen wesentlichen Einfluss haben.

Es ist nicht der erste Schritt in diese Richtung: Metaplanet betreibt bereits Metaplanet Income Corp. mit Sitz in Miami, die sich auf Bitcoin-Einkommensstrategien und Derivatehandel konzentriert, sowie Bitcoin Japan Inc. für Medien, Events und Services. Dazu kommt die strategisch erworbene Domain Bitcoin.jp.

Akkumulation pausiert – Ziele bleiben

Trotz des strukturellen Ausbaus hat Metaplanet zuletzt keine neuen Bitcoin gekauft. Für die achte Woche in Folge meldete das Unternehmen in der Woche bis zum 11. März 2026 keine neuen Käufe.

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Die langfristigen Ziele bleiben davon unberührt. Unter dem sogenannten „555 Million Plan" strebt Metaplanet bis Ende 2026 einen Bestand von 100.000 Bitcoin an, bis 2027 sollen es 210.000 sein. Aktuell hält das Unternehmen 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 107.000 Dollar je Coin und ausstehenden Verbindlichkeiten von rund 280 Millionen Dollar.

Starkes Umsatzwachstum, hoher Nettoverlust

Das Geschäftsjahr 2025 spiegelt die Widersprüche des Bitcoin-zentrierten Modells wider. CEO Simon Gerovich meldete einen Umsatz von 8,9 Milliarden Yen – ein Plus von 738 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg um 1.695 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen, bei einer operativen Marge von 70,6 Prozent.

Gleichzeitig wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen aus – Folge der Volatilität in der Bitcoin-Bilanz. Für das laufende Geschäftsjahr bis März 2026 erwartet Metaplanet einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und ein operatives Ergebnis von 11,4 Milliarden Yen.

Die Aktie hat den Bitcoin-Rückgang deutlich zu spüren bekommen: Vom Hoch bei 1.930 Yen im Juni 2025 ist der Kurs um rund 82 Prozent gefallen. Zur Finanzierung des Bitcoin-Bestands hat Metaplanet über Eigenkapital und andere Instrumente rund 517 Milliarden Yen aufgenommen.

Ob die 4-Milliarden-Yen-Wette auf Bitcoin-Infrastruktur neben der Kernstrategie nachhaltige Erträge liefern kann, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalsergebnissen zeigen.

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