Warum die Hensoldt derzeit an den Börsen so schwach ist, erschließt sich den Betrachtern auf den ersten Blick kaum. Auch gestern verlor das Rüstungsunternehmen auf nun rund 75,68 Euro und hat dabei 2,67 % abgegeben. Ein Problem hat es dabei zumindest in der Berichterstattung noch nicht richtig nach oben geschafft:

Ein Auftragsbestand von rund 8,83 Milliarden Euro stellt Hensoldt vor eine ungewöhnliche operative Herausforderung. Der Verteidigungselektronik-Spezialist verfügt über volle Auftragsbücher, doch die Produktionskapazitäten wachsen deutlich langsamer als die Nachfrage nach Radar- und Sensorsystemen.

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Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen diese Entwicklung deutlich. Während der Auftragseingang im vergangenen Jahr um 62% auf 4,71 Milliarden Euro anstieg, erhöhte sich der Umsatz lediglich um rund 10% auf 2,45 Milliarden Euro.

Damit übersteigt der aktuelle Auftragsbestand den Jahresumsatz inzwischen um mehr als das Dreifache. Für das Management bedeutet dies vor allem eine operative Aufgabe: Die bestehenden Bestellungen müssen schneller in tatsächliche Auslieferungen umgesetzt werden.

Hensoldt: Liegt hier der Grund für die Zurückhaltung der Börsen?

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr fällt entsprechend vorsichtig aus. Für 2026 stellt das Unternehmen einen Umsatz von etwa 2,75 Milliarden Euro in Aussicht. Diese Prognose liegt leicht unter den Erwartungen einiger Analysten und löste an der Börse eine zurückhaltende Reaktion aus.

Um den Produktionsengpass zu reduzieren, setzt das Unternehmen auf mehrere Maßnahmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die geplante Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco. Das Unternehmen fertigt bereits seit rund 20 Jahren Komponenten für Hensoldt und soll zusätzliche Produktionskapazitäten liefern.

Parallel investiert der Konzern in den Ausbau seiner Standorte. In Aalen laufen Gespräche über ein neues Gelände, auf dem mehrere hundert zusätzliche Arbeitsplätze entstehen könnten.

Auch Analysten beobachten die Entwicklung aufmerksam. Die US-Investmentbank Jefferies hob ihre Bewertung zuletzt von „Hold“ auf „Buy“ an und nennt ein Kursziel von 90 Euro. Das ist mal ein Wort!

Die Aktie von Hensoldt notierte am Mittwoch bei 75,80 Euro und lag damit 2,51% unter dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags.

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