Japans größtes börsennotiertes Bitcoin-Unternehmen präsentiert Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2025 – und steht gleichzeitig vor unrealisierten Verlusten in Milliardenhöhe. Der Aktienkurs hat seit seinem Hoch rund 82 Prozent verloren. Wie weit ist das Unternehmen von seinem eigenen Anspruch entfernt?

Rekordwachstum mit Schattenseiten

CEO Simon Gerovich vermeldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 8,9 Milliarden Yen – ein Plus von 738 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg um 1.695 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen, bei einer operativen Marge von 70,6 Prozent. Die Nettovermögenswerte kletterten zum Jahresende auf 458,59 Milliarden Yen, was einem Anstieg von 2.603 Prozent entspricht.

Doch die Bilanz zeigt auch erhebliche Belastungen. Metaplanet hält 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar – zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 107.000 Dollar pro Coin. Angesichts des aktuellen Bitcoin-Kurses sitzt das Unternehmen auf hohen unrealisierten Verlusten und Schulden von rund 280 Millionen Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr bis März 2026 erwartet das Management einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und ein operatives Ergebnis von 11,4 Milliarden Yen – trotz eines Nettoverlusts von 95 Milliarden Yen im abgelaufenen Jahr.

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Aktie folgt Bitcoin nach unten

Die Metaplanet-Aktie verlor vergangenen Freitag 6,3 Prozent und schloss bei 341 Yen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.930 Yen aus dem Juni 2025 hat der Titel seitdem rund 82 Prozent eingebüßt. Innerhalb von zwei Jahren war der Kurs zuvor um mehr als 8.850 Prozent gestiegen – getragen von der Begeisterung für die Bitcoin-Akkumulationsstrategie des Unternehmens. Die enge Kopplung an den Bitcoin-Kurs macht sich nun in beide Richtungen bemerkbar.

Das 100.000-BTC-Ziel und seine Finanzierung

Unter dem sogenannten „555 Million Plan" will Metaplanet seinen Bitcoin-Bestand bis Ende 2026 auf 100.000 BTC ausbauen – und bis 2027 auf 210.000 BTC. Aktuell hält das Unternehmen 35.102 BTC, also knapp 35 Prozent des Jahresziels. Laut einer Umfrage glauben nur 29,2 Prozent der Befragten, dass Metaplanet das 100.000-BTC-Ziel bis Ende 2026 tatsächlich erreicht.

Zur Finanzierung weiterer Käufe und zum Schuldenabbau kündigte das Unternehmen Ende Januar die Ausgabe von 24,53 Millionen neuen Aktien zu je 499 Yen sowie Aktienwarrants an – mit einem Zielvolumen von bis zu 21 Milliarden Yen. Insgesamt hat Metaplanet bislang rund 517,2 Milliarden Yen über Eigenkapital und andere Finanzierungsinstrumente eingesammelt. Die Aktionärsbasis wuchs dabei von 47.200 auf rund 216.500 Investoren.

Das Finanzierungsmodell basiert auf einer Zinsdifferenz: Kapital wird zu rund 4,9 Prozent aufgenommen und in höher verzinste Instrumente investiert – der Spread fließt in die Bitcoin-Akkumulation. Ob dieses Modell das erforderliche Tempo aufrechterhalten kann, um die Lücke zum Jahresziel zu schließen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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