Alphabet Aktie: Schlechter Zeitpunkt!
Alphabet meldet zwar Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2025, doch an der Börse herrscht Katerstimmung. Der Tech-Gigant sieht sich einer Zangenbewegung aus geopolitischen Spannungen und einem internen Aufstand der Belegschaft ausgesetzt. Während das Cloud-Geschäft boomt, fordern hunderte Mitarbeiter ein Ende der militärischen Nutzung der KI "Gemini" – ausgerechnet in einer Phase, in der das Pentagon Konkurrenten auf die schwarze Liste setzt.
Widerstand in den eigenen Reihen
Rund 800 Google-Mitarbeiter haben sich in einem offenen Brief, der auch von Angestellten des Konkurrenten OpenAI unterzeichnet wurde, gegen die militärische Nutzung ihrer Technologie ausgesprochen. Auslöser für diesen internen Protest waren die jüngsten US-Angriffe auf den Iran und der gleichzeitige Ausschluss des KI-Unternehmens Anthropic durch das Pentagon. Die Forderung der Belegschaft ist eindeutig: Keine Nutzung von Gemini für die Überwachung von US-Bürgern oder für autonome Waffensysteme ohne menschliche Aufsicht.
Diese Entwicklung bringt das Management in eine strategische Zwickmühle. Nachdem das Verteidigungsministerium Anthropic aufgrund von Sicherheitsbedenken als Lieferanten gesperrt hat, gilt Google eigentlich als logische Alternative für lukrative Militärverträge. Dass nun die eigenen Entwickler Barrieren für die Zusammenarbeit mit dem Militär fordern, könnte Alphabets Position in den laufenden Verhandlungen über geheime Regierungsaufträge schwächen.
Teurer Sieg im KI-Wettrennen
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Rein fundamental betrachtet läuft die Maschinerie des Konzerns auf Hochtouren. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal auf 113,83 Milliarden Dollar, wobei vor allem die Cloud-Sparte mit einem Plus von 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar glänzte. Doch der Preis für die Marktführerschaft ist extrem hoch: Alphabet schockte Analysten mit einer Investitionsprognose (Capex) von 175 bis 185 Milliarden Dollar für das Jahr 2026.
Das ist fast das Doppelte des Vorjahreswertes und liegt massiv über den Markterwartungen von rund 120 Milliarden Dollar. Anleger sorgen sich, ob diese gewaltigen Ausgaben für KI-Infrastruktur schnell genug in profitable Umsätze umgemünzt werden können. Zwar verzeichnet die KI-Anwendung Gemini mittlerweile über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer, doch die hohen Kosten drücken kurzfristig auf die Stimmung. Die Aktie notiert aktuell bei 260,05 Euro und musste auf 30-Tage-Sicht einen Rückgang von über 10 Prozent hinnehmen.
Ausblick: Balanceakt für das Management
Für Anleger bleibt die Gemengelage komplex. Neben den geopolitischen Unsicherheiten steht am 9. März 2026 zunächst der Ex-Tag für die Dividende von 0,21 Dollar an. Der entscheidende Termin für die weitere Richtung ist jedoch der 23. April 2026, wenn Alphabet Zahlen zum ersten Quartal vorlegt. Bis dahin muss das Management beweisen, dass es den Spagat zwischen notwendigen Regierungsaufträgen und der Moral der eigenen Belegschaft meistern kann, ohne dass die explodierenden Investitionskosten die operative Marge dauerhaft belasten.
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