Metaplanet rückt heute durch eine deutliche Empfehlung von Arthur Hayes, CIO des Family Office Maelstrom und Ex-BitMEX-CEO, in den Mittelpunkt. Der Investor setzt für den erwarteten Liquiditätszyklus 2026 gezielt auf börsennotierte Bitcoin-Treasury-Gesellschaften – darunter Metaplanet, oft als „MicroStrategy Asiens“ bezeichnet. Die Aktie schloss in Tokio bei 613 Yen.

Hayes’ Szenario für 2026

Auslöser der neuen Aufmerksamkeit ist ein heute veröffentlichter Strategieausblick von Hayes. Darin bestätigt er eine Long-Position in Metaplanet, zusammen mit MicroStrategy und Zcash. Seine Kernthese: 2026 soll eine Trendwende bei der US-Dollar-Liquidität bringen, von der Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen überproportional profitieren.

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Hayes stützt seine Einschätzung auf drei makroökonomische Treiber, die sich im Jahresverlauf 2026 aus seiner Sicht durchsetzen sollen:

  • Ausweitung der Fed-Bilanz: Erwartete Reserve Management Purchases (RMP) von mindestens 40 Milliarden US-Dollar pro Monat.
  • Zielgerichtete Kreditvergabe: Höhere Bankkredite an als „strategisch“ eingestufte Branchen.
  • Unterstützung für MBS-Markt: Staatlich gestützte Käufe von Mortgage-Backed Securities, um Wohnkosten zu senken – mit einem potenziellen Volumen von bis zu 200 Milliarden US-Dollar.

Zentral für Hayes ist dabei Metaplanets DAT-Kennzahl (Digital Asset Treasury Ratio), also das Verhältnis von Unternehmensbewertung zu den gehaltenen digitalen Vermögenswerten. Diese liege nahe dem Tief der vergangenen zwei Jahre. Aus seiner Sicht eröffnet diese Bewertung einen attraktiven Einstieg für Anleger, die einen Hebel auf den Bitcoin-Preis suchen. Die Positionierung zielt darauf ab, ab einem Bitcoin-Kurs von 110.000 US-Dollar eine Outperformance zu erzielen.

Bilanzstruktur und institutionelle Ströme

Metaplanet hat seine Bilanz in den vergangenen Quartalen stark in Richtung Bitcoin ausgebaut. Zum 31. Dezember 2025 meldete das Unternehmen rund 35.000 BTC in der Bilanz. Allein im vierten Quartal 2025 flossen dafür 450 Millionen US-Dollar in zusätzliche Bitcoin-Käufe.

In den Finanzzahlen zeigt sich die Wirkung dieser Strategie: Für die ersten neun Monate bis zum 30. September 2025 wurde ein Nettogewinn von 13,5 Milliarden Yen ausgewiesen, davon 12,7 Milliarden Yen im dritten Quartal.

Die positive Einschätzung zu Metaplanet fügt sich in ein heute von JPMorgan veröffentlichtes Bild breiterer institutioneller Kryptonachfrage. Laut der Bank summierten sich die Zuflüsse institutioneller Investoren in den Kryptomarkt 2025 auf 130 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 33 % gegenüber 2024. Unternehmen mit großen Digital-Asset-Treasuries wie Metaplanet und MicroStrategy steuerten mehr als 68 Milliarden US-Dollar zu diesem Volumen bei. JPMorgan verweist darauf, dass die Dynamik trotz regulatorischer Verzögerungen in den USA, etwa beim stockenden „Clarity Act“, anhält.

Kursverlauf, Bitcoin-Bezug und Ausblick

Parallel zur Metaplanet-Story zeigte sich der Kryptomarkt heute stabil. Bitcoin notierte über 97.000 US-Dollar und erholte sich von einem Rücksetzer nach der Entscheidung von Coinbase, die Unterstützung für einen Digital-Asset-Gesetzentwurf im US-Senat zurückzuziehen. Der Markt trennt diese regulatorischen Verzögerungen zunehmend von der Liquiditätsstory, die vor allem asiatische Titel wie Metaplanet antreibt.

Analysten sehen die Aktie praktisch als Hoch-Beta-Proxy auf Bitcoin. 2025 war von extremer Schwankung geprägt: Die Spanne der letzten 52 Wochen reichte von 291 bis 1.930 Yen. Das aktuelle Niveau oberhalb von 600 Yen deutet darauf hin, dass der Markt die massiven Treasury-Zukäufe im vierten Quartal verarbeitet.

Im Fokus steht nun der von Hayes genannte Bitcoin-Markenbereich um 110.000 US-Dollar, den er als möglichen Auslöser für eine nächste Aufwärtsphase bei Treasury-orientierten Aktien nennt. Das Management von Metaplanet hält an dem Ziel fest, bis 2027 rund 1 % des globalen Bitcoin-Angebots zu kontrollieren. Angesichts institutioneller Nachfrage, die laut Bitwise-Daten von Anfang Januar das neu entstehende Angebot um den Faktor sechs übersteigt, dürfte die weitere Umsetzung dieser Akkumulationsstrategie in den kommenden Quartalen sowohl von Angebotsengpässen als auch von möglichen Bewertungseffekten geprägt sein.

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