Die Aktie von Metaplanet steht massiv unter Druck. Das Verhältnis zwischen Börsenwert und dem Wert der Bitcoin-Bestände (mNAV) ist auf knapp über 1x abgestürzt – ein dramatischer Einbruch von zuvor über 20x im Jahr 2024 und 10x Anfang 2025. Die Aktie des japanischen Bitcoin-Treasury-Unternehmens hat damit mehr als 80 Prozent von ihren Höchstständen verloren.

Milliardenverlust nach Bewertungsabschreibung

Auslöser für den Absturz war die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Fiskaljahr 2025 am 16. Februar. Metaplanet wies einen Nettoverlust von 95 Milliarden Yen aus – umgerechnet rund 625 Millionen Dollar. Verantwortlich dafür war eine buchhalterische Abschreibung auf die Bitcoin-Bestände in Höhe von 102,2 Milliarden Yen. Japanische Rechnungslegungsstandards verlangen eine Mark-to-Market-Bewertung von Kryptowährungen.

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Das operative Geschäft entwickelte sich hingegen stark. Der Umsatz explodierte um 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen, der operative Gewinn schoss um 1.694 Prozent auf 6,3 Milliarden Yen nach oben. Das Segment „Bitcoin Income Business" – basierend auf Optionsgeschäften mit den eigenen Bitcoin-Beständen – erwirtschaftete Prämieneinnahmen von 7,98 Milliarden Yen, verglichen mit nur 691 Millionen im Vorjahr.

CEO wehrt sich gegen Vorwürfe

CEO Simon Gerovich konterte am 20. Februar öffentlich Kritik an der Unternehmensstrategie. In sozialen Medien war der Vorwurf laut geworden, Metaplanet habe Bitcoin zu Höchstkursen gekauft, während der Korrektur geschwiegen und Kredite gegen die Bestände aufgenommen, ohne Details offenzulegen.

Gerovich verwies darauf, dass alle Bitcoin-Wallet-Adressen öffentlich einsehbar sind und über ein Live-Dashboard für Aktionäre getrackt werden. Die ausgewiesenen Verluste seien unrealisierte Mark-to-Market-Schwankungen auf nicht verkaufte Bestände.

Cantor Fitzgerald halbiert Kursziel

Die Investmentbank Cantor Fitzgerald senkte am 18. Februar ihr Kursziel für die OTC-gehandelten Aktien von 6 auf 3 Dollar, bestätigte aber die Einstufung „Overweight". Die Analysten würdigten zwar die kontinuierliche Bitcoin-Akkumulation – 35.102 BTC zum Jahresende 2025 gegenüber 1.762 ein Jahr zuvor – passten das Kursziel aber an den steilen Kursrückgang der Kryptowährung an.

Finanzierungsmodell funktioniert nicht mehr

Ein zentrales Problem: Metaplanets primärer Kapitalbeschaffungsmechanismus – Moving-Strike-Warrants an den EVO Fund – funktioniert nur in Bullenmärkten. Bei Aktienkursen weit unter den Ausübungspreisen und einem mNAV nahe 1x ist diese Finanzierungsquelle versiegt.

Das Unternehmen weicht auf Vorzugsaktien aus. Die Klasse-B-Aktien „MERCURY" mit 4,9 Prozent fester Dividende brachten 21,2 Milliarden Yen ein. Ein weiteres Instrument der Klasse A („MARS") bietet variable Dividenden zwischen 1 und 8 Prozent. In Japans Niedrigzinsumfeld mit einem Leitzins von 0,75 Prozent sind diese Renditen für heimische Investoren attraktiv.

Ehrgeizige Ziele trotz Gegenwind

Für das laufende Fiskaljahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzanstieg um 80 Prozent auf 16 Milliarden Yen. Der operative Gewinn soll 11,4 Milliarden Yen erreichen. Das Bitcoin-Income-Segment erwirtschaftete allein im vierten Quartal 4,3 Milliarden Yen – hochgerechnet mehr als die Jahresprognose.

Langfristig hält Metaplanet am Ziel fest, bis Ende 2026 insgesamt 100.000 BTC zu akkumulieren. Bis 2027 sollen es 210.000 BTC sein – rund ein Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Die Aktie notierte am 20. Februar in Tokio bei 319 Yen, nach einem 52-Wochen-Hoch von 1.930 Yen.

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