Meta Aktie: Marktbedingungen geprüft
Mark Zuckerberg korrigiert seinen Kurs beim kostspieligen Metaverse-Projekt deutlich. Rund 1.500 Stellen bei der Sparte Reality Labs fallen weg, um Ressourcen für den neuen Fokus auf KI-gestützte Wearables freizumachen. Während Studios geschlossen werden, wächst an der Wall Street die Spannung vor den kommenden Quartalszahlen und den Prognosen zu den explodierenden Infrastrukturkosten.
Abschied von der reinen Metaverse-Vision
Der Social-Media-Gigant bestätigte in dieser Woche die Streichung von etwa 10 Prozent der Belegschaft in der Abteilung Reality Labs. Dieser Schritt markiert eine strategische Wende: Weg von der reinen Entwicklung virtueller Welten, hin zu KI-Hardware und sogenannter "Superintelligenz". Die Entscheidung folgt auf kumulierte Verluste der Sparte von über 70 Milliarden US-Dollar.
Die Maßnahmen sind einschneidend. Drei Spielestudios werden komplett geschlossen, darunter Twisted Pixel und Sanzaru Games, ein Studio mit 20-jähriger Geschichte. Auch Armature Studio, bekannt für die VR-Umsetzung von "Resident Evil 4", stellt den Betrieb ein. Selbst für die Fitness-App Supernatural, die Meta erst 2023 nach einem Rechtsstreit für 400 Millionen US-Dollar erworben hatte, wird keine neuen Inhalte mehr entwickelt. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass die eingesparten Mittel direkt in das Wachstum der Wearables-Sparte reinvestiert werden sollen.
Analysten blicken auf die Kostenexplosion
Die Aktie notiert aktuell bei 620,80 US-Dollar und damit rund 18 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom August 2025. Das beherrschende Thema für Investoren bleibt die aggressive Ausgabenpolitik für künstliche Intelligenz. Analysten reagierten diese Woche gemischt auf die Situation: Während Häuser wie TD Cowen ihr Kursziel leicht anhoben, senkte Wells Fargo seine Erwartungen.
Im Kern steht die Sorge um die Investitionsausgaben (CapEx). Meta hat bereits signalisiert, dass diese im Jahr 2026 deutlich über dem Niveau von 2025 (70–72 Milliarden US-Dollar) liegen werden. Prognosen gehen davon aus, dass der Aufbau des "Meta Compute"-Rechenzentrumsnetzwerks die Ausgaben auf über 100 Milliarden US-Dollar treiben könnte. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 26,7 derzeit leicht unter dem Durchschnitt der "Magnificent Seven", was die Skepsis des Marktes widerspiegelt.
Rechtliche Risiken bleiben bestehen
Neben den internen Umstrukturierungen belasten juristische Auseinandersetzungen das Sentiment. Ein Berufungsgericht signalisierte Anfang Januar, dass über 2.200 Klagen wegen angeblicher Suchtgefährdung durch Meta-Plattformen fortgeführt werden dürften. Für das Jahr 2026 sind erste wegweisende Prozesse (Bellwether Trials) angesetzt, was eine anhaltende rechtliche Unsicherheit schafft.
Zahlenwerk am 28. Januar
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Mittwoch, 28. Januar 2026, wenn Meta nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr präsentiert. Erwartet wird ein Quartalsumsatz zwischen 56 und 59 Milliarden US-Dollar, getrieben durch KI-optimierte Werbung. Entscheidend für die Kursreaktion wird jedoch weniger der Rückblick sein, sondern die konkrete Guidance zu den Investitionskosten für 2026 und der Nachweis, dass der teure Schwenk auf KI-Infrastruktur Früchte trägt.
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