Meta hat innerhalb einer Woche drei wegweisende Hardware-Partnerschaften besiegelt – mit Nvidia, AMD und nun auch Google. Der Konzern investiert über 100 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur und setzt dabei auf Diversifikation statt Abhängigkeit. Doch die Börse reagiert skeptisch: Trotz solider Geschäftszahlen und bestätigter Dividende lastet die Unsicherheit über die Rentabilität der Investitionen auf dem Kurs.

Drei Deals in sieben Tagen

Die jüngste Vereinbarung führt Meta zu Alphabet. Der Konzern hat einen mehrjährigen Milliarden-Deal mit Google abgeschlossen, um dessen Tensor Processing Units (TPUs) für die Entwicklung von KI-Modellen zu nutzen. Parallel laufen Gespräche über den direkten Kauf von Google-TPUs für eigene Rechenzentren – erste Lieferungen könnten bereits 2027 erfolgen.

Nur Tage zuvor hatte Meta eine Partnerschaft mit AMD verkündet, die auf fünf Jahre angelegt ist und Schätzungen zufolge rund 100 Milliarden Dollar umfasst. AMD wird ab Ende 2026 maßgeschneiderte MI450-GPUs und Venice-CPUs liefern. Zusätzlich erhält Meta Optionsscheine auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien.

Den Auftakt der Chip-Offensive bildete Nvidia. Die Zusammenarbeit umfasst den Aufbau von Hyperscale-Rechenzentren, optimiert für Training und Inferenz. Meta wird Millionen Blackwell- und Rubin-GPUs sowie Spectrum-X Ethernet-Switches von Nvidia einsetzen.

135 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur

Die drei Hardware-Deals sind Teil einer beispiellosen Investitionsoffensive. Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar – fast doppelt so viel wie die 72,2 Milliarden Dollar des Vorjahres. Der Löwenanteil fließt in Infrastruktur: Cloud-Ausgaben bei Drittanbietern, höhere Abschreibungen und Betriebskosten für Rechenzentren.

Die Gesamtausgaben sollen 2026 auf 162 bis 169 Milliarden Dollar steigen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Meta rechnet damit, dass die Ausgaben schneller wachsen als die Umsätze – was die Margen belasten dürfte. Dennoch erwartet der Konzern, dass das operative Ergebnis in absoluten Zahlen über dem Vorjahr liegen wird.

Skepsis trotz starker Quartalszahlen

Das operative Geschäft läuft rund. Im vierten Quartal 2025 erreichte Meta durchschnittlich 3,58 Milliarden täglich aktive Nutzer über alle Plattformen hinweg – ein Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich. Die ausgelieferten Werbeanzeigen stiegen um 18 Prozent, der Durchschnittspreis pro Anzeige legte um sechs Prozent zu.

Für das erste Quartal 2026 stellt Meta Umsätze zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Zudem hat der Verwaltungsrat eine Quartalsdividende von 0,525 Dollar je Aktie bestätigt, zahlbar am 26. März an Aktionäre, die am 16. März im Register stehen.

Trotzdem bleibt die Börse zurückhaltend. Die Aktie hat seit ihrem August-Hoch bei 796 Dollar rund 20 Prozent verloren. Anleger zweifeln daran, ob die massiven Infrastrukturausgaben sich zeitnah in Wettbewerbsvorteilen niederschlagen. Am Tag der Google-Deal-Meldung gab die Aktie leicht nach, während Nvidia über fünf Prozent und AMD mehr als drei Prozent verloren.

Herausforderungen bei KI-Modellen

Hinzu kommen operative Hürden. Metas neuestes KI-Modell Llama 4 Behemoth verzögert sich erheblich. Zudem erwägt der Konzern, das nächste große Modell proprietär zu entwickeln – eine Abkehr von der bisherigen Open-Weights-Strategie, die Drittentwicklern Zugang zu Metas Modellen gewährte.

Parallel warnt Meta vor regulatorischen Risiken in den USA und der EU, insbesondere im Zusammenhang mit Jugendschutz. Mehrere Gerichtsverfahren stehen 2026 an, die zu wesentlichen finanziellen Belastungen führen könnten.

Die Chip-Diversifikation bietet Meta strategische Vorteile: geringere Abhängigkeit von Nvidia, potenzielle Kostensenkungen durch Wettbewerb und spezialisierte Optimierungen für die eigenen KI-Systeme. Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich in den kommenden Quartalen.

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