Meta Aktie: Energie, Regulierung, Wachstum
Meta setzt parallel an mehreren Fronten an: Langfristige Atomstrom-Verträge für die AI-Infrastruktur, regulatorische Bremsklötze in Australien und zusätzliche geopolitische Risiken durch eine Prüfung in China. Gleichzeitig laufen das Kerngeschäft und neue Hardware-Produkte operativ stark. Wie passt das zusammen?
Langfristige Atomstrom-Deals für AI-Rechenzentren
Meta hat letzte Woche mehrere großvolumige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) mit Atomstrom-Anbietern geschlossen. Die Vereinbarungen laufen über 20 Jahre und sollen dem Unternehmen bis 2035 bis zu 6,6 Gigawatt Kapazität sichern. Ziel ist die Versorgung der schnell wachsenden AI-Rechenzentren mit CO₂-armem Strom.
Kernpunkte der Deals:
- Vistra: 20-jährige Stromabnahme aus den Atomkraftwerken Perry und Davis-Besse (Ohio) sowie Beaver Valley (Pennsylvania).
- Oklo: Entwicklung von bis zu 1,2 Gigawatt Kapazität in Ohio, frühester Start ab 2030.
- TerraPower: Finanzierung von zwei Reaktoren mit bis zu 690 Megawatt bis 2032, dazu Rechte auf sechs weitere Reaktoren bis 2035.
Die Ankündigung hat vor allem die beteiligten Energiewerte bewegt: Oklo legte im vorbörslichen Handel um knapp 20 % zu, Vistra um rund 8 %. Joel Kaplan, zuständig für globale Angelegenheiten bei Meta, sprach in Verbindung mit den bereits bestehenden Verträgen mit Constellation von einer Position als einem der bedeutendsten industriellen Käufer von Atomstrom in der US-Geschichte.
Australien: Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige
Regulatorischen Gegenwind gibt es in Australien. Das dortige Verbot für unter 16-Jährige auf Social-Media-Plattformen zwingt Meta zu umfangreichen Compliance-Maßnahmen.
Das Unternehmen meldete für den Zeitraum vom 4. bis 11. Dezember 2025 die Deaktivierung von fast 550.000 Konten. Davon entfielen rund 330.000 auf Instagram, 173.500 auf Facebook und 40.000 auf Threads.
Kritik an pauschalem Verbot
Meta stellt sich öffentlich gegen den Ansatz eines generellen Verbots und plädiert für „sichere“ und „altersgerechte“ Nutzung statt vollständiger Sperren. Das Unternehmen warnt vor einem „Whack-a-mole-Effekt“: Jugendliche könnten verstärkt zu Plattformen ausweichen, die vom Gesetz nicht erfasst sind.
In der Praxis umgehen viele Teenager die Regeln bereits über VPNs, alternative Dienste wie Yope und Lemon8 oder über Elternkonten. Parallel dazu hat Reddit eine Klage vor dem High Court gegen das Gesetz angestrengt, was die rechtliche Lage zusätzlich in Bewegung hält.
China-Prüfung erhöht geopolitisches Risiko
Hinzu kommt Unsicherheit rund um einen Zukauf im AI-Bereich. Die chinesischen Behörden haben eine Untersuchung der rund 2 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme des AI-Start-ups Manus durch Meta eingeleitet.
Im Fokus stehen Export- und Sicherheitsvorgaben. Die Prüfung schafft kurzfristig Transaktionsrisiken und erhöht die geopolitische Schlagzeilen-Gefahr rund um den Deal, der strategisch auf den Ausbau der AI-Kompetenzen zielt.
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Kennzahlen und Marktposition
Die Aktie eröffnete heute bei 653,06 US-Dollar, die Marktkapitalisierung liegt bei 1,65 Billionen US-Dollar. Das aktuelle Bewertungsniveau spiegelt ambitioniertes, aber durch Zahlen unterfüttertes Wachstum wider.
Ausgewählte Kennzahlen:
- Kursbandbreite der letzten 52 Wochen: 479,80 bis 796,25 US-Dollar
- 50-Tage-Linie: 641,26 US-Dollar
- 200-Tage-Linie: 703,52 US-Dollar
- Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity): 0,15
Fundamental präsentiert sich Meta robust. Der jüngste Quartalsumsatz lag bei 51,24 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26,2 % im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie erreichte 7,25 US-Dollar und übertraf die Analystenschätzungen um 0,51 US-Dollar.
An der Wall Street dominiert ein positives Bild: Das Konsensrating lautet „Moderates Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 822,89 US-Dollar.
Hardware: Ray-Ban AI-Brille sorgt für Dynamik
Auch im Hardware-Geschäft gibt es positive Signale. Meta meldete eine „beispiellose Nachfrage“ nach den Ray-Ban Display AI-Brillen. Aufgrund der starken Bestellungen in den USA wurde der internationale Rollout vorerst gestoppt, da die vorhandenen Bestände nicht ausreichten.
Für die Sparte Reality Labs deutet die Nachfrage auf zusätzliches Potenzial hin – vorausgesetzt, die Produktion lässt sich in den kommenden Quartalen hochfahren, ohne die Margen zu stark zu belasten.
Insideraktivität und Einordnung
Auf der Insiderseite zeigt sich derzeit kein auffälliges Muster. COO Javier Oliván veräußerte am 5. Januar 517 Aktien zu 650,41 US-Dollar. Der Schritt entspricht einem Rückgang seiner Position um 4,24 % und ist als routinemäßige Transaktion einzuordnen.
In Summe prallen bei Meta derzeit mehrere Entwicklungen aufeinander: strategische Weichenstellungen bei Energieversorgung und AI, regulatorische Eingriffe in wichtigen Märkten und ein wachsendes Hardware-Standbein. Kurzfristig prägen die Prüfungen in Australien und China das Nachrichtenbild, während die starke Umsatzdynamik, die Atomstrom-Deals und die hohe Nachfrage nach der Ray-Ban AI-Brille den längerfristigen Wachstumspfad stützen.
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