Broadcom steht heute Abend im Rampenlicht. Trotz des anhaltenden Booms rund um künstliche Intelligenz hat die Aktie in den ersten Monaten des Jahres 2026 deutlich an Boden verloren. Investoren sorgen sich um Margen und die Nachhaltigkeit der globalen Infrastruktur-Ausgaben. Die anstehenden Quartalszahlen müssen nun beweisen, ob der jüngste Rücksetzer eine Kaufgelegenheit war oder tiefere Probleme offenbart.

Skepsis drückt den Kurs

Während Teile des Halbleitersektors weiter florieren, geriet Broadcom zuletzt ins Hintertreffen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 9 Prozent zu Buche – der Kurs notiert aktuell bei rund 269 Euro. Marktbeobachter führen diese Schwäche vor allem auf eine wachsende Skepsis bezüglich der immensen Ausgaben für KI-Rechenzentren zurück.

Zusätzlich belastet ein strukturelles Thema die Stimmung: Das Management hatte angedeutet, dass der steigende Umsatzanteil von KI-Hardware die Gewinnmargen kurzfristig drücken könnte. Diese Sorge um die Profitabilität hat die Euphorie der Anleger zuletzt gedämpft, obwohl das Unternehmen fundamental stark aufgestellt scheint.

Was Analysten erwarten

Für das erste Geschäftsquartal 2026 rechnen Analysten im Schnitt mit einem Umsatzsprung von fast 30 Prozent auf über 19 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn je Aktie soll deutlich zulegen. Im absoluten Fokus steht dabei das KI-Segment: Das Management stellte hier eine Verdopplung der Erlöse auf 8,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

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Treibende Kraft bleibt die Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Beschleunigern ("Custom Silicon") und Ethernet-Switches. Broadcom konnte die Erlöse in diesem Bereich in den vergangenen Quartalen stetig steigern. Technologisch setzt der Konzern zudem neue Maßstäbe und hat mit der Auslieferung erster 2nm-Chips auf der neuen XDSiP-Plattform begonnen.

Auftragsbücher auf Rekordniveau

Ein Blick in die Pipeline untermauert die langfristigen Perspektiven. Der Auftragsbestand für KI-Produkte ist auf über 73 Milliarden US-Dollar angewachsen – das entspricht fast der Hälfte des gesamten Konzern-Backlogs von 162 Milliarden US-Dollar.

Besonders die Zusammenarbeit mit großen Playern sichert die Auslastung: Allein die geplanten Lieferungen von TPU-Racks an das KI-Unternehmen Anthropic summieren sich auf ein Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar. Auch die Software-Sparte rund um VMware liefert mit prognostizierten 6,8 Milliarden US-Dollar Umsatz stabile Beiträge und stützt den Cashflow.

Die Ergebnisse werden heute, am Mittwoch, den 4. März, nach US-Börsenschluss veröffentlicht. Entscheidend für die Kursreaktion wird neben den nackten Zahlen vor allem der Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf sein. Anleger werden genau darauf achten, ob Broadcom seinen Kundenstamm für maßgeschneiderte Chips über die bisherigen Großkunden hinaus erweitern kann.

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