Mercedes-Benz Aktie: Widerstände auftauchen?
Die Vans-Sparte von Mercedes-Benz steckt in der Talsohle – doch das Unternehmen hat einen Plan. Nach zwei Jahren rückläufiger Verkaufszahlen will Sparten-Chef Thomas Klein die Wende einleiten. Ob das gelingt, hängt von einer klaren strategischen Neuausrichtung ab.
Vom Rekord in den Rückwärtsgang
2023 feierte die Vans-Sparte noch einen Absatzrekord von 447.800 Fahrzeugen. Seitdem geht es bergab: 2025 wurden nur noch rund 359.000 Einheiten abgesetzt – ein Rückgang von über 20 Prozent gegenüber dem Höchststand. Parallel dazu brach der Umsatz 2025 um elf Prozent ein, das operative Ergebnis sogar um mehr als die Hälfte. Beim Gesamtkonzern halbierte sich der Gewinn 2025 gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr.
Die Umsatzrendite im Vans-Bereich liegt heute bei 10,2 Prozent – 2024 waren es noch 14,6 Prozent. Für Anleger ist das ein merklicher Rückschritt, auch wenn die Marge im Branchenvergleich noch solide wirkt.
Gewerbliche Kunden als Wachstumsmotor
Klein setzt nun gezielt auf die Kernklientel: Handwerker, Logistiker und Lieferdienste machen rund 80 Prozent des Geschäfts aus. Diese Gruppe soll künftig noch intensiver betreut werden – unter anderem mit maßgeschneiderten Ladelösungen für Elektrofahrzeuge direkt im Betriebsdepot. Der Elektro-Anteil im Vans-Segment liegt derzeit bei knapp acht Prozent, leicht unter dem Pkw-Bereich mit 9,3 Prozent.
Frischen Rückenwind soll der neue VLE bringen, den Mercedes gestern Abend in Stuttgart vorstellte. Das erste Modell auf Basis der neu entwickelten Elektro-Plattform VAN.EA bietet Platz für bis zu acht Personen und zielt auf Familien, Freizeitaktive sowie den Shuttle-Markt. Die Plattform setzt auf 800-Volt-Technologie und soll mit kurzen Ladezeiten punkten – ein Versuch, elektrische Vans aus der Nische zu holen.
Leichtes Plus in Sicht – aber kein Zeitplan
Für 2026 rechnet der Konzern mit einem moderaten Absatzplus. Konkrete Zahlen oder einen Zeithorizont für die Rückkehr auf frühere Höchststände nannte Klein nicht. Das dürfte Anleger, die auf eine rasche Erholung hoffen, wenig beruhigen.
Die Vorzeichen sind gemischt: strategische Klarheit auf der einen Seite, ein schwieriges Marktumfeld und fehlende Wachstumsdynamik auf der anderen. Ob der VLE und die Fokussierung auf Gewerbekunden ausreichen, um die Kurve zu kriegen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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