Mercedes-Benz Aktie: Wende 2026?
Mercedes-Benz liefert schwarz auf weiß, was viele Anleger nach 2025 beschäftigt: Der Gewinn ist fast halbiert, die Dividende sinkt – und ausgerechnet China, der wichtigste Absatzmarkt, wird zur größten Baustelle. Gleichzeitig legt der Konzern ein Spar- und Restrukturierungsprogramm nach und spricht für 2026 von einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Kann dieser Spagat gelingen?
2025: Gewinn bricht ein, Margen sinken
Der Geschäftsbericht 2025 zeichnet ein schwieriges Jahr. Der Konzernumsatz fiel auf 132,2 Mrd. Euro (2024: 145,6 Mrd. Euro). Beim Ergebnis wurde es noch deutlicher: Das bereinigte Konzern-EBIT sank auf 8,2 Mrd. Euro (2024: 13,7 Mrd. Euro), das Konzernergebnis ging um rund 49% auf 5,3 Mrd. Euro zurück. Auch das EBIT rutschte um 57% auf 5,82 Mrd. Euro ab.
Als Belastungsfaktoren nennt Mercedes-Benz unter anderem Zölle, negative Wechselkurseffekte und den verschärften Wettbewerb in China. Im wichtigen Pkw-Geschäft (Mercedes-Benz Cars) lag die bereinigte Umsatzrendite bei 5,0% nach 8,1% im Vorjahr – ohne Zollbelastungen wären es 6,1% gewesen. Der durchschnittliche Verkaufspreis im Pkw-Segment gab ebenfalls nach: 68.100 Euro nach 71.000 Euro.
Immerhin: Das Programm „Next Level Performance“ lieferte 2025 einen positiven EBIT-Beitrag von mehr als 3,5 Mrd. Euro – ein Hinweis, dass die Kostenseite bereits spürbar bearbeitet wird.
China wird zur Bewährungsprobe
China bleibt der größte Einzelmarkt – fast ein Drittel aller Pkw werden dort abgesetzt. Umso schwerer wiegt der Rückgang: 551.900 Pkw Verkäufe in China bedeuten ein Minus von 19%.
Die Entwicklung trifft den Konzern in einer Phase, in der der Wettbewerb vor Ort besonders hart ist. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Sparten, dass nicht überall Gegenwind herrscht: Mercedes-Benz Mobility steigerte das bereinigte EBIT auf 1.267 Mio. Euro (2024: 1.134 Mio. Euro).
Dividende runter, Rückkauf läuft weiter – und der Blick nach vorn
Aktionäre müssen sich auf weniger Ausschüttung einstellen: Für die Hauptversammlung am 16. April 2026 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat 3,50 Euro je Aktie vor (2024: 4,30 Euro). Parallel läuft das im November 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Mrd. Euro (bis zu 12 Monate). Bis Ende 2025 wurden rund 300 Mio. Euro umgesetzt – für 2026 bleiben damit noch bis zu 1,7 Mrd. Euro übrig.
Operativ setzt Mercedes-Benz auf zwei große Hebel: Kosten runter und Produkte nachschieben. Die globale Produktionskapazität soll bis 2028 auf rund 2,2 Mio. Einheiten angepasst werden. Zudem kündigt der Konzern bis 2027 mehr als 40 neue Modelle an. Für 2026 werden unter anderem große Updates (S-Klasse, GLE, GLS) sowie mehrere E-Modelle genannt, darunter der elektrische GLC und die neue elektrische C-Klasse.
An der Börse steht der Titel dabei weiter unter Druck: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 54,97 Euro, in den vergangenen 30 Tagen ging es um 9,54% abwärts. Der RSI von 36,3 deutet zudem auf eine bereits deutlich abgekühlte kurzfristige Dynamik hin.
Für 2026 stellt Mercedes-Benz Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht, ein Group-EBIT „deutlich über“ dem Vorjahreswert und einen Free Cash Flow des Industriegeschäfts leicht unter 2025. Konkret erwartet der Konzern bei Cars eine bereinigte Umsatzrendite von 3 bis 5% und bei Vans 8 bis 10%. Weitere Orientierung liefern zwei Termine: Am 16. April 2026 fällt der Dividendenbeschluss, am 29. April 2026 folgen die Zahlen zum ersten Quartal.
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