Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten hat den europäischen Rohstoffsektor in Turbulenzen gestürzt – und Aurubis trifft es gleich doppelt. Steigende Energiekosten belasten die Produktion, während gleichzeitig die Nachfrage nach Kupfer einzubrechen droht.

JPMorgan revidiert Bewertungsgrundlage

Am gestrigen Montag veröffentlichte JPMorgan eine umfassende Analyse zum europäischen Minen- und Stahlsektor. Analyst Dominic O'Kane stufte darin mehrere Branchenschwergewichte herab. Die Begründung war eindeutig: „Negativszenarien für Kupfer und Eisenerz" seien nun die neue Ausgangslage für Marktbewertungen – keine Ausnahme mehr, sondern der Normalfall.

Der Stoxx Europe 600 Basic Resources verlor innerhalb einer Woche rund 12 Prozent. Analysten ziehen Parallelen zum Energieschock von 2022 und 2023, als explodierende Produktionskosten die Margen der Metallkonzerne massiv unter Druck setzten.

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Energie verteuert sich, Nachfrage bricht weg

Der Brent-Ölpreis kletterte am Montag zeitweise auf knapp 120 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von fast 30 Prozent. Die europäischen Gaspreise haben sich seit Kriegsbeginn in etwa verdoppelt. Für einen energieintensiven Kupferverarbeiter wie Aurubis bedeutet das: Die Betriebskosten für Schmelzöfen und Recyclinganlagen steigen rapide.

Gleichzeitig droht auf der Nachfrageseite Gegenwind. Eine drohende Rezession könnte die Kupfernachfrage aus der Automobil- und Baubranche spürbar dämpfen – beides Schlüsselindustrien für den Hamburger Konzern. G7-Finanzminister beraten derzeit über eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven über die IEA, doch eine kurzfristige Entspannung blieb zunächst aus.

Gesamtmarkt belastet zusätzlich

Das Marktumfeld verschärft die Lage weiter. Der DAX fiel gestern auf ein Viermonatstief bei 23.343 Punkten und unterschritt dabei wichtige charttechnische Marken. Solche Bewegungen im Gesamtmarkt lasten typischerweise überproportional auf Industrietiteln.

Trotz der aktuellen Belastungen notiert die Aurubis-Aktie mit rund 166 Euro noch deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 117 Euro – ein Hinweis darauf, wie stark der Titel im vergangenen Jahr zugelegt hatte. Ob dieser Puffer ausreicht, hängt maßgeblich davon ab, wie lange der Energiepreisschock anhält und ob sich die geopolitische Lage stabilisiert. Solange beides offen bleibt, dürfte das defensive Sentiment im Sektor anhalten.

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