Mercedes-Benz Aktie: Kurze Freude!
Mercedes-Benz legt mit dem Jahresfinanzbericht 2025 ein ernüchterndes Protokoll vor: Der Gewinn ist fast halbiert, die Dividende soll sinken – und ausgerechnet China macht zunehmend Sorgen. Gleichzeitig kündigt der Konzern eine Restrukturierung und eine beschleunigte Lokalisierung im wichtigsten Einzelmarkt an. Kann das Paket schon 2026 eine spürbare Ergebnisverbesserung liefern?
2025: Gewinn bricht ein, Cashflow bleibt solide
Die Zahlen zeigen, wo es geklemmt hat. Der Konzernumsatz fiel 2025 auf 132,2 Mrd. Euro (nach 145,6 Mrd. Euro), das bereinigte EBIT rutschte auf 8,2 Mrd. Euro (nach 13,7 Mrd. Euro). Unterm Strich sank der Konzernnettogewinn um 48% auf 5,33 Mrd. Euro.
Als Belastungsfaktoren nennt Mercedes-Benz globale Zölle, Währungsgegenwind und den intensiven Wettbewerb in China. Kostensenkungen von mehr als 3,5 Mrd. Euro bei Mercedes-Benz Cars konnten das nur teilweise abfedern.
Auffällig: Die Margen standen spürbar unter Druck. Die bereinigte Umsatzrendite lag bei 5,0% (Cars), 10,2% (Vans) und 9,7% (Financial Services). Positiv sticht der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft hervor: 5,4 Mrd. Euro – solide, aber deutlich unter dem Vorjahr (9,2 Mrd. Euro).
China wird zum Problem – Lokalisierung als Gegenmittel
China bleibt der wichtigste Einzelmarkt und machte 2025 knapp ein Drittel der Pkw-Verkäufe aus. Genau dort ging der Absatz jedoch um 19% zurück. Als Haupttreiber gilt der stärker werdende Wettbewerb heimischer Elektrofahrzeughersteller.
Die Antwort des Konzerns: eine beschleunigte Lokalisierung. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80% der in China verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion kommen. Das Ziel dahinter ist klar: niedrigere Kosten und schnellere Anpassung an den Markt.
Dividende sinkt, Rückkauf läuft weiter – und der Blick auf April
Für die Hauptversammlung am 16. April 2026 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor (Vorjahr: 4,30 Euro). Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Euro über bis zu 12 Monate, gestartet im November 2025. Bis Ende 2025 wurden rund 300 Mio. Euro zurückgekauft – für 2026 bleiben damit bis zu 1,7 Mrd. Euro übrig.
Am Markt spiegelt sich die angespannte Lage zuletzt in einem schwächeren Trend: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 54,97 Euro, in den vergangenen 30 Tagen steht ein Minus von 9,54% zu Buche. Der RSI (14 Tage) liegt bei 36,3 – ein Wert, der die zuletzt nachlassende Dynamik unterstreicht.
Operativ setzt Mercedes-Benz zusätzlich auf Tempo bei den Produkten: Mehr als 40 neue Modelle in drei Jahren, 2026 soll die Schlagzahl weiter steigen. Gleichzeitig wird an der Kapazität gearbeitet: Bis 2028 soll die globale Produktionskapazität auf rund 2,2 Mio. Einheiten angepasst werden. Das Gemeinschaftswerk in Aguascalientes (Mexiko) wird bis Mai 2026 geschlossen, was die Kapazität um rund 100.000 Einheiten reduziert.
Für 2026 stellt der Konzern einen Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht, ein Group-EBIT „deutlich über“ dem Vorjahr und einen Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft leicht unter 2025. Konkreter werden die Renditeziele: 3 bis 5% (Cars) und 8 bis 10% (Vans); zweistellige Margen stellt Mercedes-Benz erst wieder für 2027 in Aussicht. Entscheidend wird der nächste Taktgeber: Am 29. April 2026 folgen die Q1-Zahlen – dort muss sich zeigen, ob Lokalisierung in China, Kapazitätsanpassungen und Modelloffensive die angekündigte Ergebniswende bereits messbar stützen.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 08. März liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








