Die heute veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 zeigen schonungslos die Herausforderungen, vor denen der Stuttgarter Autobauer steht: Der Nettogewinn hat sich fast halbiert, und die Margen sind unter Druck. Während das Management mit einem harten Sparkurs und einer Modelloffensive gegensteuert, fragen sich Investoren: Reichen diese Maßnahmen aus, um die Talfahrt zu stoppen und das China-Problem zu lösen?

Einbruch bei Gewinn und Marge

Der vollständige Jahresfinanzbericht bestätigt das schwierige Umfeld. Der Konzernumsatz schrumpfte auf 132,2 Milliarden Euro, doch viel gravierender ist der Rückgang beim Ergebnis: Der Nettogewinn stürzte von 10,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch 5,3 Milliarden Euro ab. Auch die wichtige bereinigte Umsatzrendite im Pkw-Geschäft fiel deutlich auf 5,0 Prozent. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war der gesunkene durchschnittliche Verkaufspreis, der nun bei rund 68.100 Euro liegt.

Verantwortlich für diese Bilanz ist eine toxische Mischung aus negativen Währungseffekten, hohen Zollbelastungen und vor allem der Schwäche in China. Im wichtigsten Einzelmarkt brach der Absatz um 19 Prozent ein, da die heimische Elektro-Konkurrenz den Wettbewerbsdruck massiv erhöht. Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider und notiert aktuell bei 55,39 Euro, was einem Verlust von rund 10 Prozent seit Jahresanfang entspricht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?

Dividende und Sparmaßnahmen

Die Konsequenzen bekommen nun auch die Aktionäre direkt zu spüren. Das Management schlägt eine gekürzte Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor, nach 4,30 Euro im Vorjahr. Marktbeobachter werten diesen Schnitt jedoch als vergleichsweise moderat, da im Vorfeld teils drastischere Kürzungen befürchtet wurden. Zur Stützung des Kurses läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter, wobei Großaktionäre wie die Geely Group ihre Anteile stabil halten wollen.

Angriff aus der Defensive

Um die Profitabilität wiederherzustellen, verordnet der Konzern eine aggressive Strategieanpassung. Das Ziel ist klar definiert: Die Produktionskosten pro Fahrzeug sollen bis 2027 um zehn Prozent sinken. Dies schließt schmerzhafte Einschnitte wie die geplante Schließung eines Werks in Mexiko ein. Gleichzeitig setzt Mercedes-Benz auf eine massive Lokalisierung in China. Bis Mitte 2026 sollen über 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge auch vor Ort produziert werden, um Kosten zu senken und schneller auf Markttrends reagieren zu können.

Flankiert wird dieser Sparkurs von der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Über 40 neue Modelle sind für die kommenden drei Jahre geplant, darunter wichtige Updates für die S-Klasse und neue Einstiegsmodelle wie der prämierte CLA.

Das laufende Jahr 2026 bleibt dennoch ein Übergangsjahr mit konservativen Zielen. Das Management peilt im Pkw-Geschäft lediglich eine Marge zwischen 3 und 5 Prozent an. Erst für 2027 wird eine Rückkehr zu zweistelligen Renditen in Aussicht gestellt. Ob die Strategie greift, werden die nächsten konkreten Daten zeigen: Am 29. April veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 06. März liefert die Antwort:

Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...