Keyence glänzt mit Rekordzahlen für das dritte Quartal und schraubt die Dividendenerwartungen deutlich nach oben. Während die Nachfrage nach Automatisierungslösungen in Amerika und Asien boomt, bleibt die Lage in Europa jedoch gedämpft. Können die starken Impulse aus Übersee die Schwächephasen in anderen Regionen dauerhaft kompensieren?

  • Umsatz Q3: 289,3 Mrd. Yen (+11,4 % zum Vorjahr)
  • Operativer Gewinn Q3: 144,2 Mrd. Yen (+8,4 % zum Vorjahr)
  • Dividendenprognose: Erhöhung von 350 auf 550 Yen pro Aktie
  • Eigenkapitalquote: Äußerst solide 95,9 %

Rekordwerte im Quartalsvergleich

Der Spezialist für industrielle Automatisierung verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzanstieg auf 289,3 Milliarden Yen – ein historischer Höchstwert für diesen Zeitraum. Auch der operative Gewinn legte auf 144,2 Milliarden Yen zu, während das den Anteilseignern zuzurechnende Nettoergebnis um 9,0 Prozent auf 111,2 Milliarden Yen stieg.

Diese Dynamik spiegelt sich auch in der Neunmonatsbilanz wider. Bei einem Gesamtumsatz von 834,6 Milliarden Yen kletterte der Nettogewinn um 6,6 Prozent auf 311,2 Milliarden Yen. Die finanzielle Stabilität bleibt mit einer Eigenkapitalquote von fast 96 Prozent auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Zweigeteiltes regionales Bild

Besonders das Auslandsgeschäft stützt die Bilanz und steuert mittlerweile rund 70 Prozent zum Konzernumsatz bei. In Asien kletterten die Erlöse um 21,1 Prozent, während die Region Amerika ein Plus von 17,5 Prozent verbuchte. Das Wachstum unterstreicht die anhaltende globale Nachfrage nach Präzisionsmess- und Automatisierungstechnik.

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Im Gegensatz dazu agiert das Unternehmen in Europa und Teilen des japanischen Heimatmarktes vorsichtiger. Dort trübt eine zurückhaltende Investitionsstimmung bei Fertigungsanlagen das Gesamtbild leicht ein.

Massive Anhebung der Dividende

Überraschend deutlich hob die Geschäftsführung die Dividendenprognose für das Gesamtjahr an. Nachdem im Oktober noch 350 Yen in Aussicht gestellt wurden, plant Keyence nun mit einer Ausschüttung von 550 Yen pro Aktie.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer verstärkten Debatte in Japan über eine effizientere Nutzung von Cash-Reserven. Zum Ende des vergangenen Jahres verfügte das Unternehmen über erhebliche liquide Mittel und Anlagen.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 28. April 2026, wenn die Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr präsentiert werden. Bereits um den 17. März 2026 ist die nächste Dividendenzahlung geplant. Die weitere Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob die hohe Dynamik in den Märkten Amerika und Asien die europäische Zurückhaltung weiterhin überlagern kann.

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