Ein neues Steuergesetz in den USA und anlaufende Großprojekte spielen dem Biokraftstoffhersteller Verbio in die Karten. Während die Anlage in Indiana kurz vor dem Produktionsstart steht, liefert das operative Geschäft bereits jetzt starke Wachstumsraten. Das Management reagiert prompt und schraubt die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr nach oben.

US-Expansion schreitet zügig voran

Die zweite US-Raffinerie in South Bend, Indiana, steht unmittelbar vor der Inbetriebnahme. Nach einer Investition von 230 Millionen US-Dollar wird der Standort künftig eine kombinierte Bioethanol- und Biomethan-Produktion nach deutschem Vorbild anbieten. Parallel dazu läuft die Anlage in Nevada bereits seit Sommer 2024 als vollintegrierte Bioraffinerie.

Diese Kapazitätsausweitungen spiegeln sich deutlich in der Bilanz wider. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 steigerte die Gruppe ihre Produktionsvolumina spürbar, was die Gesamterlöse auf knapp 894 Millionen Euro klettern ließ.

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Regulatorische Klarheit beflügelt

Zusätzliche Planungssicherheit liefert die US-Regierung. Der im Februar veröffentlichte Entwurf zum Clean Fuel Production Tax Credit (45Z) gewährt Produzenten von sauberen Kraftstoffen weitreichende steuerliche Anreize. Durch die Verlängerung des Programms bis zum Jahr 2029 profitieren Unternehmen wie Verbio nun zwei Jahre länger als ursprünglich geplant von diesen Subventionen. Diese politischen Rahmenbedingungen sowie der Vorstoß für eine ganzjährige Zulassung des Kraftstoffs E15 stärken die Absatzbasis auf dem nordamerikanischen Markt massiv.

Starke Zahlen treiben den Kurs

Operativ zeigt die Kurve steil nach oben. Im zweiten Quartal kletterte das EBITDA im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 30,1 Millionen Euro. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Segment Bioethanol und Biomethan, das dank stabilerer Quotenmärkte erstmals seit fünf Quartalen wieder einen positiven Ergebnisbeitrag liefert. Angesichts dieser Dynamik hob der Vorstand die Jahres-EBITDA-Prognose an das obere Ende der bisherigen Zielspanne an.

Die Börse honoriert diese operative Stärke. Mit einem aktuellen Kurs von 36,84 Euro notiert das Papier nur noch hauchdünne 0,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und bestätigt den intakten Aufwärtstrend der letzten Monate.

Mit dem anstehenden Produktionsstart in South Bend und der soliden Förderung durch den US-Steuerkredit etabliert Verbio Nordamerika endgültig als zweite tragende Säule neben dem europäischen Kerngeschäft. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 wird das Unternehmen zudem erste erneuerbare Moleküle für die Chemieindustrie am Standort Bitterfeld produzieren, was das Geschäftsmodell um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt.

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