Mercedes-Benz Aktie: Gegenoffensive nach Einbruch
Das Geschäftsjahr 2025 war für Mercedes-Benz schmerzhaft. Umsatz, Gewinn und Marge brachen deutlich ein – schlechter als vom Markt erwartet. Nun zieht der Konzern die Konsequenzen und setzt auf ein konkretes Maßnahmenbündel, das die Wende einleiten soll.
Ein Jahr zum Vergessen
Der Konzernumsatz fiel 2025 von 145,6 auf 132,2 Mrd. Euro, das bereinigte EBIT schrumpfte von 13,7 auf 8,2 Mrd. Euro. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 5,3 Mrd. Euro. Drei Faktoren lasteten besonders schwer: Zollbelastungen von rund 1,2 Mrd. US-Dollar, Währungsgegenwind und ein massiver Absatzeinbruch in China. Dort – einem Markt, der knapp ein Drittel des globalen Pkw-Volumens ausmacht – gingen die Verkäufe um 19 % zurück.
Die Marge im Cars-Segment sackte von 8,1 % auf 5,0 %. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Fahrzeug sank von rund 71.000 auf 68.100 Euro. Kein Wunder, dass die Aktie seit Jahresbeginn rund 11 % verloren hat und mit 54,77 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 58,09 Euro notiert.
Immerhin: Die Dividende wird auf 3,50 Euro je Aktie gesenkt – ein Rückgang gegenüber den 4,30 Euro des Vorjahres, aber höher als viele Analysten befürchtet hatten. Zudem läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Euro weiter, von dem 2026 noch bis zu 1,7 Mrd. Euro ausgeschöpft werden können.
Drei Hebel für die Erholung
Mercedes-Benz hat ein klares Gegenprogramm formuliert, das auf drei Säulen ruht.
Erstens: Kosten. Bereits 3,6 Mrd. Euro wurden eingespart. Bis 2027 sollen die Fertigungskosten je Fahrzeug um 10 % sinken. Das Joint-Venture-Werk im mexikanischen Aguascalientes wird bis Mai geschlossen, was einer Kapazitätsreduzierung von rund 100.000 Einheiten entspricht.
Zweitens: China-Lokalisierung. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 % der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen – ein direkter Angriff auf die Kostenstruktur der chinesischen Wettbewerber.
Drittens: Produkte. Mehr als 40 neue Fahrzeuge sollen in den nächsten drei Jahren auf den Markt kommen. Den Auftakt macht der neue CLA, der bereits als „Car of the Year 2026" ausgezeichnet wurde. In der ersten Jahreshälfte 2026 folgen überarbeitete Versionen der S-Klasse und der GLS-Baureihe sowie neue AMG-Modelle.
Ausblick: Erste Bewährungsprobe im April
Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz auf Vorjahresniveau, aber ein Konzern-EBIT deutlich über dem 2025er-Niveau. Im Cars-Segment wird eine bereinigte Umsatzrendite von 3 % bis 5 % angepeilt. Eine solide Netto-Cash-Position von rund 31 Mrd. Euro gibt dem Konzern dabei den nötigen Spielraum.
Ob die Strategie greift, zeigt sich früh: Am 29. April 2026 veröffentlicht Mercedes die Q1-Zahlen – der erste konkrete Gradmesser dafür, ob Kostendisziplin und Produktoffensive die versprochene Trendwende bereits einleiten.
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