Das Geschäftsjahr 2025 hat Mercedes-Benz deutliche Spuren hinterlassen. Einbrechende China-Verkäufe, Zollbelastungen und Währungsgegenwind haben Umsatz und Gewinn massiv gedrückt. Doch der Konzern hat bereits gegengesteuert – mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket, das 2026 eine spürbare Erholung bringen soll.

Zahlen unter Druck

Das bereinigte EBIT sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund 40 Prozent. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 5,33 Milliarden Euro, der Konzernumsatz fiel von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro.

Drei Faktoren lasteten besonders schwer: Zollbelastungen von rund 1,2 Milliarden US-Dollar, Währungsgegenwind und der anhaltende Wettbewerbsdruck durch chinesische Elektrofahrzeughersteller. Am schmerzhaftesten war der Absatzeinbruch in China um 19 Prozent – einem Markt, der für knapp ein Drittel des weltweiten Pkw-Absatzes steht. Im Cars-Segment sank die Umsatzrendite von 8,1 auf 5,0 Prozent.

Die Aktie spiegelt das schwierige Umfeld wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund elf Prozent verloren und notiert mit rund 55 Euro deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 58,20 Euro.

Gegensteuern auf drei Ebenen

Mercedes-Benz reagiert mit einem dreiteiligen Programm. Erstens: Kostensenkungen. Bereits 3,6 Milliarden Euro wurden eingespart, bis 2027 sollen die Fertigungskosten je Fahrzeug um zehn Prozent sinken. Das Joint-Venture-Werk im mexikanischen Aguascalientes wird bis Mai geschlossen, was die Kapazität um rund 100.000 Einheiten reduziert.

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Zweitens: China-Lokalisierung. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen – um Kostenvorteile zu nutzen und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Drittens: eine historische Modelloffensive. Mehr als 40 neue Modelle innerhalb von drei Jahren – die umfangreichste Produktneueinführung der Unternehmensgeschichte. Das neue CLA-Modell wurde bereits als „Car of the Year 2026" ausgezeichnet. Für CLA, GLC und S-Klasse sollen die Auftragsbücher bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt sein.

Dividende und Ausblick 2026

Zur Hauptversammlung am 16. April schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor – nach 4,30 Euro im Vorjahr. Analysten hatten mit einer noch deutlicheren Kürzung gerechnet, was die Ausschüttung im Kontext des schwierigen Jahres als Signal der Stabilität wertet. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem verbleibenden Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro für 2026.

Für das laufende Jahr stellt das Management einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein Group-EBIT „deutlich über" dem Wert von 2025 in Aussicht. Ob diese Erholung tatsächlich einsetzt, wird sich früh zeigen: Am 29. April veröffentlicht Mercedes-Benz die Q1-Ergebnisse – der erste konkrete Belastungstest für Kostenprogramm, China-Strategie und Modelloffensive.

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