Die Kryptobörse Coinbase hat am Donnerstag ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Anleger schockiert. Mit einem Gewinn je Aktie von 0,66 Dollar verfehlte das Unternehmen die Analystenschätzung von 1,05 Dollar um satte 37 Prozent. Beim Umsatz sieht es kaum besser aus: 1,78 Milliarden Dollar statt der erwarteten 1,85 Milliarden Dollar. Die Aktie stürzte im nachbörslichen Handel um 7,9 Prozent ab auf 153,18 Dollar.

Krypto-Winter trifft die Bilanz

Die Zahlen zeigen eindrücklich, wie stark Coinbase unter dem Absturz der Kryptowährungen leidet. Bitcoin ist seit seinem Rekord von über 126.000 Dollar im Oktober um 47 Prozent eingebrochen. Die Folge: Die Handelsaktivitäten auf der Plattform sind rückläufig, die Transaktionserlöse sanken im vierten Quartal auf 983 Millionen Dollar. Auch die Erlöse aus Abonnements und Services gaben nach – trotz eines Jahresanstiegs von 23 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar für 2025.

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Das Unternehmen selbst versucht, die Situation herunterzuspielen. CEO Brian Armstrong betont die transformative Rolle von Kryptowährungen im Finanzsystem und hebt hervor, dass Coinbase mehr Krypto verwahrt als jedes andere Unternehmen weltweit – rund 12 Prozent aller digitalen Vermögenswerte. Doch die Börse interessiert sich aktuell weniger für Visionen als für harte Fakten.

Aktienrückkäufe als Hoffnungsschimmer?

Immerhin: Coinbase nutzt die Schwäche, um massiv eigene Aktien zurückzukaufen. Seit November 2025 hat das Unternehmen 8,2 Millionen Aktien für 1,7 Milliarden Dollar erworben – die komplette Verwässerung durch aktienbasierte Vergütungen wurde damit ausgeglichen. Die Liquidität ist mit 11,3 Milliarden Dollar Cash und verfügbaren Mitteln von 14,1 Milliarden Dollar solide.

Für das erste Quartal 2026 rechnet Coinbase mit Erlösen aus Abonnements und Services zwischen 550 und 630 Millionen Dollar. Bis zum 10. Februar wurden bereits 420 Millionen Dollar an Transaktionserlösen generiert – getrieben durch extreme Volatilität am Markt. Ein Lichtblick: Während die Kurse purzeln, kaufen die Privatanleger auf der Plattform fleißig nach. Jede Woche überwiegen die Käufe die Verkäufe.

Die drei Prioritäten für 2026 klingen ambitioniert: Ausbau der "Everything Exchange" mit Aktien, Derivaten und Prognosemärkten, Skalierung von Stablecoins und Zahlungsinfrastruktur sowie die Verlagerung von Aktivitäten auf die Blockchain. Doch bis sich diese Strategie in den Zahlen niederschlägt, dürfte es noch dauern. Die Aktie liegt nun deutlich näher am 52-Wochen-Tief von 139,36 Dollar als am Hoch von 444,65 Dollar – und ein Ende der Krypto-Flaute ist nicht in Sicht.

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