Marvell Aktie: Ausbau im KI-Geschäft
Marvell zieht im KI-Rechenzentrumsmarkt das Tempo an – und muss diese Woche zugleich einen formalen Schritt nach einer Übernahme erklären. Ein neues SEC-Dokument dreht sich um Aktien aus dem XConn-Deal, während zwei frisch abgeschlossene Zukäufe die strategische Richtung klarer machen: mehr Spezial-Silizium für die Infrastruktur großer KI-Cluster. Doch wie viel davon wird schon kurzfristig in den Zahlen sichtbar?
SEC-Meldung: Aktien aus XConn-Deal
Am Mittwoch hat Marvell bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Prospektnachtrag (Form 424(b)(7)) eingereicht. Darin werden 2.116.573 Stammaktien zur potenziellen Weiterveräußerung durch bestimmte Anteilseigner registriert. Diese Aktien wurden als Teil der Gegenleistung für die Übernahme von XConn Technologies Holdings, Ltd. ausgegeben, die Marvell am 10. Februar offiziell abgeschlossen hat.
Wichtig dabei: Laut Dokument fließt Marvell aus einem möglichen Verkauf dieser Aktien kein Geld zu. Es handelt sich also nicht um eine Kapitalerhöhung, sondern um einen üblichen, regulatorischen Nachlauf nach aktienbasierten Übernahmekomponenten.
Zwei Zukäufe, ein Ziel: Engpässe im Rechenzentrum
Die SEC-Meldung fällt in eine Phase, in der Marvell gleich zwei Bausteine für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur-Story gesetzt hat:
- XConn (abgeschlossen am 10. Februar): XConn entwickelt Switching-Silizium rund um CXL (Compute Express Link) und PCIe. Das ist für KI-Cluster zentral, weil sich damit unter anderem Speicherressourcen besser skalieren und anbinden lassen – ein Hebel, wenn Modelle größer werden und Datenströme zunehmen.
- Celestial AI (abgeschlossen am 2. Februar): Celestial AI bringt optische Interconnect-Technologie ein, konkret die Photonic Fabric™-Plattform. Der Ansatz zielt darauf, Bandbreitenengpässe in großskaligen KI-Rechenumgebungen zu entschärfen.
Zusammen unterstreichen die Deals, dass Marvell den Schwerpunkt stärker in Richtung spezialisierter Rechenzentrums-Infrastruktur verschiebt – weg von eher „klassischen“ Komponenten hin zu Technik, die genau dort ansetzt, wo KI-Workloads heute oft ausgebremst werden: Verbindungen, Switching, Bandbreite.
Analysten und Börsenblick: neutral, aber mit Zielmarke
Bereits am Dienstag hatte Cantor Fitzgerald seine Einschätzung bekräftigt: „Neutral“, Kursziel 100 US-Dollar. Der Punkt ist weniger das Kursziel als die Einstufung: „Neutral“ signalisiert, dass der Analyst trotz KI-Rückenwind Ausführungs- und Integrationsrisiken nicht ausblendet – also abwartet, ob Marvell die neuen Bausteine sauber in Produkte, Umsatz und Marge übersetzt.
An der Börse bleibt der Titel unterdessen angeschlagen: 66,81 Euro bedeuten heute -1,94%, seit Jahresanfang steht ein Minus von -12,52% zu Buche.
Nächster Prüfstein: Zahlen am 5. März
Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 5. März will Marvell die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Im Fokus dürften dabei vor allem zwei Punkte stehen: Welche Integrationskosten fallen durch XConn und Celestial AI an – und welche Umsatzperspektive Marvell für die neu zugekauften optischen und Switching-Technologien aufzeigt.
Marvell Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Marvell Technology-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Marvell Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Marvell Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Marvell Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








