Die Abhängigkeit des Westens von chinesischen Rohstoffen ist den USA ein Dorn im Auge. Neue Milliardenpläne aus Washington sorgen nun für Aufwind bei alternativen Produzenten. Kann der größte Hersteller außerhalb Chinas trotz jüngster operativer Hürden von dieser geopolitischen Wende profitieren?

USA planen Milliarden-Reserve

Verantwortlich für die positive Stimmung am Dienstag war vor allem das angekündigte "Project Vault". Die US-Regierung unter Trump gab bekannt, eine strategische Reserve für kritische Mineralien im Volumen von 12 Milliarden US-Dollar aufzubauen. Ziel ist die Absicherung der heimischen Rüstungs- und Elektronikindustrie, um die Dominanz chinesischer Importe zu brechen.

Das geplante Finanzierungspaket soll sich aus Krediten der EXIM Bank in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar sowie privatem Kapital zusammensetzen. Als etablierter westlicher Produzent rückt Lynas durch diese Initiative direkt in den Fokus der Märkte.

Umsatzsprung trotz Bremseffekten

Der Blick auf die operativen Zahlen zeigt jedoch ein zweigeteiltes Bild. Im zweiten Geschäftsquartal, das am 31. Dezember 2025 endete, steigerte das Unternehmen den Umsatz um 43 Prozent auf 201,9 Millionen AUD. Haupttreiber waren hierbei ein verbessertes Preisumfeld und eine anziehende Nachfrage.

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Die Produktion konnte mit diesem Wachstum allerdings nicht Schritt halten. Der Ausstoß an Seltenen Erden (REO) sank im Vergleich zum Vorquartal deutlich von 3.993 auf 2.382 Tonnen. Auch die wichtige Produktion von Neodym-Praseodym (NdPr) war rückläufig. Das Management begründete den Einbruch mit erheblichen Stromausfällen im Werk Kalgoorlie (Westaustralien) im November und Dezember sowie geplanten Wartungsarbeiten in Malaysia.

Führungswechsel und Stabilisierung

Während das Unternehmen laut aktuellen Angaben die Energieprobleme in Kalgoorlie nach Eingriffen des Versorgers stabilisieren konnte, steht ein interner Umbruch bevor. CEO Amanda Lacaze, die den Konzern über ein Jahrzehnt leitete, wird ihren Posten Ende Juni 2026 räumen.

Anleger honorierten am Dienstag primär die politische Großwetterlage und schickten den Kurs um 3,25 Prozent auf 15,25 AUD nach oben. Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die Produktion im laufenden Quartal wieder das volle Potenzial ausschöpft und wie konkret Lynas in die US-Beschaffungspläne eingebunden wird.

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