Lynas Rare Earths Aktie: USA prescht vor
Die jüngsten politischen Weichenstellungen in den USA könnten die Wettbewerbslandschaft für kritische Rohstoffe grundlegend verändern. Während Washington offenbar von geplanten Preisuntergrenzen für strategische Mineralien abrückt, fließen gleichzeitig Millionen-Summen an einen heimischen Konkurrenten. Für Lynas Rare Earths, den weltweit größten Produzenten seltener Erden außerhalb Chinas, verschärft sich damit der Kampf um Marktanteile.
Washington ändert den Kurs
Ende Januar 2026 verdichteten sich die Hinweise, dass die US-Regierung ihre Pläne für staatlich garantierte Mindestpreise bei kritischen Mineralien aufgibt. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass ein amerikanischer Wettbewerber umfangreiche staatliche Mittel erhält – mit dem erklärten Ziel, eine vollständig auf US-Boden basierende Lieferkette für Seltene Erden aufzubauen.
Diese Doppelstrategie aus Marktliberalisierung und gezielter Industrieförderung verändert die Spielregeln für internationale Anbieter wie Lynas. Die australische Gesellschaft hat bislang davon profitiert, dass westliche Abnehmer ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten reduzieren wollen.
Operative Herausforderungen belasten Produktion
Das Quartalsergebnis für die drei Monate bis Ende Dezember 2025 zeigt ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg leicht auf 201,9 Millionen australische Dollar. Gleichzeitig sank die Produktion des wichtigen Neodym-Praseodym (NdPr) auf 1.404 Tonnen – belastet durch Stromausfälle am Standort Kalgoorlie und planmäßige Wartungsarbeiten in Malaysia.
Zentrale Fakten:
- Q2 FY26-Umsatz: 201,9 Mio. AUD
- NdPr-Produktion: 1.404 Tonnen (unter Vorquartal)
- Meilenstein: Erste Samarium-Produktion ab April 2026 geplant
- Regulierung: Betriebslizenz für Malaysia-Werk läuft am 2. März 2026 aus
- Führungswechsel: CEO Amanda Lacaze kündigt Rücktritt an
Beide Anlagen liefen gegen Ende Dezember wieder stabil. Die geplante Aufnahme der Samarium-Produktion aus dem Mt-Weld-Erz im April 2026 könnte das Produktportfolio erweitern. Parallel dazu steht eine Führungstransition an: CEO Amanda Lacaze wird das Unternehmen verlassen.
Geopolitischer Wettlauf verschärft sich
Seltene Erden bleiben unverzichtbar für Zukunftstechnologien – von Elektroantrieben über Windkraftanlagen bis zur Rüstungsindustrie. Die US-Offensive unterstreicht, wie ernst Washington die strategische Bedeutung dieser Materialien nimmt. Für Lynas bedeutet das: Der Vorsprung als westlicher China-Alternative könnte schrumpfen, wenn amerikanische Konkurrenten mit staatlicher Rückendeckung schneller skalieren.
Die Verlängerung der malaysischen Betriebslizenz bis Anfang März 2026 ist mit strengen Auflagen verbunden und bleibt ein regulatorisches Risiko. Mit der ersten Samarium-Lieferung im Frühjahr will das Unternehmen seine Produktpalette diversifizieren – doch ob das ausreicht, um im verschärften Wettbewerb Boden gutzumachen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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