Alibaba dreht beim Thema Künstliche Intelligenz sichtbar auf. Mit einer groß angelegten Marketingaktion will der Konzern seine Qwen-App in den Massenmarkt drücken – und legt parallel mit einem eigenen Hochleistungs-Chip nach. Was steckt hinter diesem Doppelschritt?

3 Milliarden Yuan für Qwen – Timing zum Neujahrsfest

Laut Berichten (u.a. South China Morning Post und Benzinga) plant Alibaba eine „Red Packet“-Kampagne über 3 Milliarden Yuan (rund 432 Mio. US-Dollar), die am 6. Februar offiziell starten soll. Das Timing ist kein Zufall: Rund um die Feierlichkeiten zum Lunar New Year ist die Aufmerksamkeit der Nutzer traditionell hoch.

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Die Aktion setzt demnach auf Lotterie-ähnliche Anreize und Bargeld-Giveaways. Ziel ist es, die Qwen AI App nicht nur als Chatbot zu positionieren, sondern als persönlichen KI-Agenten, der Aufgaben innerhalb des Alibaba-Ökosystems erledigen kann – etwa in Verbindung mit Taobao oder dem Kartendienst Amap.

Der Hintergrund: Der Markt für KI-Assistenten wird in China gerade über Reichweite entschieden. Entsprechend tritt Alibaba damit direkt gegen Tencent und Baidu an, die die Feiertage ebenfalls nutzen, um Nutzer auf ihre KI-Plattformen zu ziehen.

Eigener Chip gegen Abhängigkeiten – Zhenwu 810E

Parallel dazu hat Alibabas Chip-Sparte T-Head technische Details zu einem neuen Prozessor veröffentlicht: dem Zhenwu 810E. Dabei handelt es sich um eine Parallel-Processing-Einheit, die speziell für die hohen Datenlasten generativer KI ausgelegt ist.

Berichten zufolge soll die Leistung in etwa mit Nvidias China-fokussiertem H20 vergleichbar sein. Strategisch ist das eine klare Ansage: Chinas Tech-Konzerne versuchen, ihre Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu senken – auch vor dem Hintergrund von Exportkontrollen bei fortschrittlichen Halbleitern.

Marktreaktion und nächster Termin

An der Börse blieb das Umfeld zuletzt dennoch nervös: Heute notiert die Aktie bei 139,80 Euro und damit 2,37% tiefer. Die neuen Initiativen treffen allerdings auf ein insgesamt starkes Vorjahr, in dem sich die Stimmung rund um den Titel deutlich aufgehellt hatte.

Wichtige Fakten im Überblick:
- Marketingkampagne: 3 Mrd. Yuan für Qwen-Push
- Start: 6. Februar 2026
- Neuer Chip: Zhenwu 810E von T-Head, ausgelegt für generative KI
- Wettbewerb: Tencent und Baidu mit ähnlichem Fokus auf Nutzergewinnung rund um die Feiertage

Der nächste konkrete Impuls dürfte der nächste Ergebnisbericht liefern: Schätzungen von Nasdaq und MarketBeat erwarten die nächste Veröffentlichung um den 19. Februar 2026 (ohne offizielle Bestätigung durch das Unternehmen). Bis dahin wird sich zeigen, ob die KI-Offensive vor allem Aufmerksamkeit erzeugt – oder bereits messbar die Nutzung und Dynamik im Ökosystem anschiebt.

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