Der Start in das Jahr 2026 verläuft für die größte deutsche Fluggesellschaft holprig. Während Winterstürme in Nordamerika den Flugplan durcheinanderwirbeln, sorgt ein internes Zertifizierungsproblem für leere Sitze in der lukrativen Business Class. Anleger stellen sich die Frage: Wie stark belasten diese operativen Hürden das Ergebnis des ersten Quartals?

Die wichtigsten Fakten:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?

  • Wetterchaos: Winterstürme in den USA und Kanada erzwingen Flugstreichungen.
  • Ausstattungsprobleme: "Allegris"-Sitze in der Boeing 787-9 fehlen weiter die Zulassung.
  • Konkurrenzdruck: Wettbewerber ziehen am Hub Frankfurt in das neue Terminal 3.
  • Termin: Quartalszahlen folgen am 6. März 2026.

Leere Sitze trotz hoher Nachfrage

Neben den wetterbedingten Ausfällen an der US-Ostküste drückt vor allem ein hausgemachtes Problem auf die Marge. Die neuen "Allegris"-Business-Class-Sitze in der Boeing 787-9 haben noch immer nicht die vollständige Zertifizierung erhalten. Die Konsequenz ist für eine Premium-Airline schmerzhaft: Ein Großteil der teuersten Plätze in diesen Maschinen darf nicht verkauft werden und bleibt leer. Dies führt zu direkten Einnahmeverlusten in einem Segment, das normalerweise entscheidend für die Profitabilität ist.

Wettbewerb am Boden verschärft sich

Auch die strategische Lage am Heimatflughafen Frankfurt ändert sich. Mit der geplanten Eröffnung des Terminal 3 im April 2026 verbessern wichtige Konkurrenten wie British Airways oder Emirates ihre Position erheblich, indem sie in die hochmoderne Anlage umziehen. Die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partner verbleiben hingegen im älteren Terminal 1. Dies könnte mittelfristig Nachteile beim Passagierkomfort und der Abfertigungseffizienz im direkten Vergleich bedeuten.

Aktie zeigt relative Stärke

Trotz dieser negativen Nachrichten zeigt sich der Aktienkurs bislang widerstandsfähig. Das Papier notiert aktuell bei 8,74 Euro und damit deutlich über dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 7,68 Euro. Auch seit Jahresbeginn steht ein kleines Plus von 1,82 Prozent zu Buche. Der Markt scheint die operativen Probleme derzeit als temporär einzustufen, solange der langfristige Aufwärtstrend – mit einem Plus von fast 39 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht – intakt bleibt.

Ob diese Gelassenheit gerechtfertigt ist, wird sich am 6. März 2026 zeigen. Dann legt die Lufthansa Group ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor und dürfte einen Ausblick auf die finanziellen Auswirkungen der aktuellen Zertifizierungsprobleme geben.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...