Der Start ins Jahr 2026 verläuft für die Lufthansa alles andere als reibungslos. Neben wetterbedingten Ausfällen in Nordamerika bereitet vor allem ein hausgemachtes Problem Kopfzerbrechen: Die neue "Allegris"-Business-Class darf mangels Zertifizierung nicht vollständig verkauft werden. Diese Mischung aus externen Schocks und internen Verzögerungen drückt auf die Stimmung, noch bevor die Bilanzsaison richtig beginnt.

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  • Leere Plätze: Einnahmeverluste durch fehlende Zulassungen bei Boeing 787-9.
  • Wetterchaos: Winterstürme in den USA und Kanada erzwingen Flugstreichungen.
  • Konkurrenzdruck: Eröffnung von Terminal 3 in Frankfurt verändert Wettbewerbslage.

Operative Bremsklötze

Während Winterstürme in den USA und Kanada den Flugplan durcheinanderwirbeln und Kosten verursachen, wiegt ein internes Versäumnis schwerer. Bei den neuen Boeing 787-9 Jets fehlen weiterhin wichtige Zulassungen für die "Allegris"-Ausstattung. Die Konsequenz ist schmerzhaft: Lukrative Plätze in der Business Class müssen leer bleiben, was direkte Einnahmeverluste zur Folge hat. Dass die Aktie aktuell bei 8,74 Euro notiert und damit rund 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch liegt, spiegelt diese operative Unruhe teilweise wider.

Kampf um die Position in Frankfurt

Auch am Heimatflughafen Frankfurt verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Mit der Eröffnung des neuen Terminal 3 im April 2026 erhalten Wettbewerber eine modernisierte Infrastruktur, was den Konkurrenzdruck erhöht. Das Management prüft daher strategische Optionen für die eigene Zukunft am Standort. Im Raum steht eine engere Kooperation mit dem Betreiber Fraport zur gemeinsamen Nutzung und Sanierung des Terminals 2 ab Jahresmitte, um die eigene Marktposition zu sichern.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 6. März 2026, wenn der Konzern seine Quartalszahlen vorlegt. Dann wird sich konkretisieren, wie stark die Kombination aus Flugausfällen und den Zertifizierungsproblemen das Ergebnis tatsächlich belastet hat. Technisch betrachtet hält sich das Papier zwar noch knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,57 Euro, doch für einen erneuten Angriff auf die 10-Euro-Marke bedarf es positiver Signale zur Lösung der "Allegris"-Problematik.

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