Lufthansa Aktie: Tarifpoker belastet
Der Kranich-Konzern kämpft gleich an zwei Fronten: Während ein schwerer Wintersturm in den USA am Wochenende zu zahlreichen Flugausfällen führte, schwelt im Hintergrund der Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi weiter. Die Kombination aus operativen Störungen und drohenden Arbeitskämpfen hinterlässt Spuren im Kurs.
Zwei Baustellen gleichzeitig
Die massiven Winterstürme in Nordamerika zwangen die Lufthansa, zahlreiche Transatlantik-Verbindungen zu streichen. Solche ungeplanten Ausfälle belasten die operative Marge durch Umbuchungskosten und Passagierentschädigungen. Doch das Wetter ist nur ein temporäres Problem.
Deutlich brisanter sind die seit 19. Januar laufenden Tarifverhandlungen mit Verdi für rund 20.000 Bodenbeschäftigte. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn. Die vertragliche Friedenspflicht endet bereits Mitte Februar – ab dann sind Warnstreiks möglich.
Die Kernfakten:
- Verdi-Verhandlungen für 20.000 Bodenmitarbeiter laufen
- Lohnforderung: 6 Prozent plus
- Friedenspflicht endet Mitte Februar
- Wettbedingte Flugausfälle belasten kurzfristig die Marge
Analysten uneins über Perspektiven
Die Einschätzungen der Experten gehen weit auseinander. Morgan Stanley stufte die Aktie jüngst auf "Overweight" hoch, auch die Bank of America verbesserte ihr Votum von "Underperform" auf "Neutral". Barclays hingegen bleibt mit "Underweight" skeptisch. Bernstein Research bestätigte vergangene Woche lediglich "Market-Perform".
Diese Diskrepanz spiegelt die Unsicherheit über die künftige Entwicklung wider. Einerseits zeigen starke Zahlen des US-Wettbewerbers United Airlines eine robuste Nachfrage im wichtigen Transatlantik-Geschäft. Andererseits drohen steigende Personalkosten durch die Tarifverhandlungen die Margen zu belasten.
Technisch über wichtigen Marken
Trotz der turbulenten Vorwoche konnte sich die Aktie über dem 50-Tage-Durchschnitt halten. Mit einem Plus von knapp 40 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten bleibt die längerfristige Tendenz intakt. Der Abstand zum Jahreshoch von 10,20 Euro beträgt allerdings knapp 14 Prozent.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein: Jedes Signal aus den Tarifverhandlungen dürfte den Kurs bewegen. Eine schnelle Einigung würde Unsicherheit nehmen, eine Eskalation hingegen könnte die Aktie weiter belasten. Der Geschäftsbericht für 2025 wird dann zeigen, wie gut der Konzern operativ tatsächlich aufgestellt ist.
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