Lufthansa Aktie: Probleme reißen nicht ab
Operatives Chaos trifft auf strategische Hängepartie: Die Lufthansa kämpft derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig. Während technische Pannen und Wetterkapriolen den laufenden Flugbetrieb durcheinanderwirbeln, droht ein prestigeträchtiges Großprojekt für die wichtige Sommersaison zum Nadelöhr zu werden.
Hier sind die entscheidenden Belastungsfaktoren:
- Zertifizierungs-Stau: Die Einführung der neuen Allegris-Business-Class verzögert sich weiter.
- Technische Notfälle: Mehrere Maschinen mussten außerplanmäßig landen oder umkehren.
- Wetter-Chaos: Ein Wintersturm in den USA zwingt zu massiven Streichungen an der Ostküste.
Serie von technischen Zwischenfällen
Das Vertrauen in einen reibungslosen Ablauf wurde am Wochenende durch gleich zwei technische Vorfälle auf die Probe gestellt. Ein Flug von Lyon nach München musste am Sonntag aufgrund von Fahrwerksproblemen eine Notlandung in Genf einleiten. Die Crew erklärte den Notfall (Squawk 7700), bevor die Maschine sicher aufsetzte.
Bereits am Samstag musste eine Verbindung von London Heathrow nach Deutschland kurz nach dem Start wegen technischer Unregelmäßigkeiten umkehren. Hinzu kommen externe Faktoren: Ein schwerer Wintersturm, der sich über 3.000 Kilometer von New Mexico bis Maine erstreckt, legte den Verkehr zur US-Ostküste weitgehend lahm. Auch geopolitische Spannungen im Nahen Osten zwingen den Kranich-Konzern weiterhin zu kostspieligen Umwegen und Flugstreichungen, etwa nach Tel Aviv oder durch den iranischen Luftraum.
Allegris-Verzögerung trifft die Margen
Weitaus schwerwiegender für die Bilanz dürfte jedoch die anhaltende Hängepartie bei der neuen Kabinenausstattung sein. Die Zertifizierung der "Allegris"-Business-Class-Sitze für die Boeing 787 durch US-Behörden verzögert sich voraussichtlich von Ende April auf Ende Juni.
Das Timing ist denkbar ungünstig. Sollte die Freigabe tatsächlich erst im Sommer erfolgen, stehen dem Konzern in den betroffenen Maschinen bis dahin nur vier nutzbare Business-Class-Sitze zur Verfügung. Da gerade das Premium-Segment überproportionale Margen liefert, drohen hier spürbare Ertragseinbußen in der lukrativen Frühsommer-Hochsaison. Das Allegris-Programm gilt eigentlich als zentraler Baustein der Turnaround-Strategie, wird nun aber vorerst zum operativen Bremsklotz.
Chartbild bleibt angeschlagen
Die Summe der Hiobsbotschaften spiegelt sich im Kursverlauf wider. Zwar hält sich das Papier heute mit 8,70 Euro stabil, doch der Trend der letzten 30 Tage zeigt mit einem Minus von 11,52 Prozent klar nach unten. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 5,80 Euro ist zwar noch komfortabel, doch die operative Unruhe verhindert derzeit eine nachhaltige Erholung Richtung Jahreshoch.
Anleger blicken nun gespannt auf den 6. März 2026. Dann wird sich bei der Vorlage der Jahresergebnisse zeigen, wie stark die Kombination aus operativen Störungen und verzögerter Produkt-Offensive das Ergebnis tatsächlich belastet.
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