Standard Lithium steht unmittelbar vor einem entscheidenden Moment der Unternehmensgeschichte. Für das geplante 1,45-Milliarden-Dollar-Projekt in Arkansas rückt die finale Investitionsentscheidung (FID) in greifbare Nähe. Während die Finanzierung konkrete Formen annimmt und behördliche Hürden genommen sind, fragen sich Anleger angesichts des jüngsten Kursrückgangs: Kann der bevorstehende Startschuss die Aktie aus der technischen Talsohle befreien?

Finanzierungspaket nimmt Gestalt an

Das Kernstück der aktuellen Entwicklung ist die Finanzierungsstruktur für das "South West Arkansas Project", das in einem Joint Venture mit dem Energieriesen Equinor (45 Prozent Beteiligung) realisiert wird. Die Vorzeichen für die benötigten Mittel stehen gut: Bereits im Dezember signalisierten Exportkreditagenturen wie die US-Exim Bank und Eksfin sowie diverse Geschäftsbanken Interesse an Krediten, die das Zielvolumen von einer Milliarde Dollar übersteigen.

Zusätzlich stärkt ein Zuschuss des US-Energieministeriums in Höhe von 225 Millionen Dollar die Kapitalbasis. Damit scheint die Finanzierung der geschätzten Gesamtkosten von 1,45 Milliarden Dollar weitgehend abgesichert, sofern die Partner nun final zustimmen.

Technologie und Zeitplan

Technologisch setzt Standard Lithium auf das Direct Lithium Extraction (DLE) Verfahren. In einer Demonstrationsanlage in El Dorado, Arkansas, wird diese Methode bereits seit fünf Jahren erprobt. Das Ziel ist die Produktion von jährlich 22.500 Tonnen Lithiumkarbonat in Batteriequalität über eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren.

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Der Zeitplan ist eng getaktet: Der Baubeginn ist für Mitte 2026 vorgesehen, die erste kommerzielle Produktion soll 2028 anlaufen. Die notwendigen Genehmigungen der Behörden in Arkansas sowie die Einstufung als prioritäres Projekt durch die US-Regierung liegen bereits vor.

Diskrepanz zwischen News und Kurs

Interessant ist derzeit die Kluft zwischen den fundamentalen Fortschritten und der Kursentwicklung. Während sich die Lithiumpreise in China zuletzt aufgrund von Angebotsverknappung und starker Nachfrage erholten, geriet die Standard Lithium Aktie seit Jahresbeginn unter Druck und verlor rund 20 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 20,5 ist das Papier technisch inzwischen stark überverkauft. Marktbeobachter sehen hier eine Divergenz zwischen der operativen "Go"-Phase und der aktuellen Marktstimmung.

Die Eckdaten des Projekts im Überblick:

  • Gesamtinvestition (CAPEX): 1,45 Mrd. USD
  • Produktionsziel: 22.500 Tonnen Lithiumkarbonat p.a.
  • Geplanter Baubeginn: 2026
  • Produktionsstart: 2028

Fehlende Puzzlesteine

Bevor die Bagger rollen können, fehlen noch drei konkrete Meilensteine: die endgültige Investitionsentscheidung der Joint-Venture-Partner, der Abschluss bindender Abnahmeverträge mit strategischen Kunden und die Erteilung der finalen Baugenehmigungen. Das Management hat signalisiert, dass Neuigkeiten bezüglich der Finanzierungszusagen und Kundenvereinbarungen unmittelbar bevorstehen könnten. Diese Meldungen dürften der entscheidende Katalysator sein, auf den der Markt wartet.

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