Pünktlich zum Start des wichtigen Sommerflugplans droht an den Terminals der Stillstand. Die Kabinengewerkschaft UFO beendet am heutigen Freitag ihre Urabstimmung, was den Konzern unmittelbar in eine neue Arbeitskampfwelle stürzen könnte. Während das Management Millionen in eine neue Kabinenausstattung investiert, rücken die operativen Risiken für die kommenden Wochen massiv in den Vordergrund.

Im Zentrum des gewerkschaftlichen Konflikts stehen gleich zwei Baustellen. Für das Personal der Kernmarke fordert UFO einen neuen Manteltarifvertrag. Bei der Regionaltochter CityLine geht es um einen verbindlichen Sozialplan, da der Konzern Teile der bisherigen Netzaufgaben in die neue City Airlines verlagern will. UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger rechnet mit einem eindeutigen Votum der Beschäftigten, was die Verhandlungsposition des Managements weiter schwächen dürfte.

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Erschwerend kommt hinzu, dass parallel der Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit schwelt. Hier hat Lufthansa kürzlich einen neuen Vorschlag zur Betriebsrente vorgelegt, um die Wogen zu glätten. Am Kapitalmarkt sorgen diese mehrfachen Unsicherheiten für spürbare Zurückhaltung. Der Titel gab heute um 1,70 Prozent auf 7,42 Euro nach und verzeichnet seit Jahresbeginn bereits ein Minus von rund 13 Prozent.

Analysten ziehen Konsequenzen

Auch die Experten der Großbanken bewerten die Gemengelage aus drohenden Streiks und geopolitisch bedingt steigenden Kerosinpreisen zunehmend kritisch. Während die UBS ihre Kaufempfehlung beibehält und das Kursziel lediglich marginal von 9,50 auf 9,40 Euro anpasste, reagierte Goldman Sachs deutlich restriktiver. Die US-Bank stufte die Papiere auf „Sell“ ab und kappte das Kursziel von 7,10 auf 6,60 Euro.

Dabei will die Fluggesellschaft eigentlich mit positiven Impulsen in die IATA-Sommersaison starten. Ab dem Wochenende rollt der Konzern sein 70 Millionen Euro teures Kabinen-Upgrade „Future Onboard Experience“ aus, beginnend mit der First Class. Zudem baut die Airline ihre Langstrecke aus und nimmt ab Oktober eine neue Nonstop-Verbindung nach Kuala Lumpur in den Flugplan auf, um das asiatische Netzwerk zu stärken.

Ein formeller Streikaufruf nach der heutigen UFO-Urabstimmung würde Lufthansa jedoch erstmals seit Jahren mit simultanen Arbeitskämpfen in Cockpit und Kabine konfrontieren. Konkrete Einblicke in die finanzielle Belastung durch die aktuellen Tarifkonflikte, gestiegene Treibstoffkosten und die parallelen Flotteninvestitionen liefert das Management am 6. Mai mit der Veröffentlichung der nächsten Quartalsbilanz.

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