Die Lage im Nahen Osten trifft die Luftfahrt wieder dort, wo es am meisten weh tut: bei Sicherheit, Planung und Kosten. Lufthansa reagiert auf die militärische Eskalation mit einem harten Schnitt im Streckennetz – und umfliegt gleich mehrere Lufträume. Was heißt das konkret für Betrieb und Aktie?

Welche Strecken jetzt ausfallen

Der Konzern setzt sämtliche Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bis einschließlich 7. März aus. Zusätzlich fallen die Routen nach Dubai und Abu Dhabi kurzfristig am 28. Februar sowie am 1. März aus.

Parallel meidet Lufthansa aus Sicherheitsgründen die Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran in diesem Zeitraum vollständig. Betroffene Kunden können kostenfrei umbuchen oder sich den Ticketpreis erstatten lassen.

Auch die Töchter ziehen nach: Swiss annulliert Flüge nach Tel Aviv bis zum 7. März. Austrian Airlines setzt Flüge nach Tel Aviv, Amman, Erbil und Teheran ebenfalls bis zum 7. März aus; Dubai-Verbindungen sind bei der AUA bis einschließlich 1. März betroffen.

Nicht nur Lufthansa: Regionale Störungen weiten sich aus

Die Streichungen sind Teil eines breiteren Musters. Mehrere internationale Airlines – darunter Air France, British Airways, Turkish Airlines, Wizz Air und Air India – haben Routen in die Krisenregion ebenfalls vorübergehend eingestellt.

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Besonders heikel: Der Flughafen Dubai musste seinen Betrieb zeitweise komplett einstellen. Zudem schlossen Staaten wie Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate vorübergehend ihre Lufträume. Für Airlines bedeutet das: weniger Verbindungen, mehr Umwege, mehr operative Komplexität.

Ölpreis als zusätzlicher Kostentreiber

Neben den direkten Flugausfällen rückt ein zweiter Faktor in den Vordergrund: Kerosinkosten. Im Quelltext wird Brent seit Jahresbeginn 2026 mit rund 71 US-Dollar je Barrel genannt. Zudem standen bereits vor der Eskalation Szenarien im Raum, wonach der Ölpreis bei einer Blockade der Straße von Hormus deutlich steigen könnte – durch die Meerenge laufen laut Text etwa 20% des weltweiten Erdölhandels.

Am Markt kommt diese Gemengelage zuletzt nicht gut an: Die Lufthansa-Aktie schloss am Freitag bei 9,04 Euro und gab 3,63% nach. Gleichzeitig liegt der Kurs nur knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 9,50 Euro (Abstand -4,86%) – ein Hinweis darauf, dass der Titel trotz Rücksetzer weiterhin nahe an wichtigen Marken notiert.

Konkret wird es bei Lufthansa vor allem bis 1. März (Dubai/Abu Dhabi) und bis 7. März (Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Teheran): Dann zeigt sich, wie lange die Einschränkungen dauern – und wie stark Umleitungen und mögliche höhere Treibstoffkosten den Betrieb belasten.

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