OHB Aktie: Milliarden-Chance winkt
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB steht vor einem möglichen Durchbruch: Gemeinsam mit Rheinmetall bewirbt sich das Unternehmen um einen der größten Rüstungsaufträge der Bundeswehr-Geschichte. Gleichzeitig nimmt das operative Geschäft mit der Ariane 6 Fahrt auf. Das Volumen des Satellitenprojekts könnte bis zu 10 Milliarden Euro erreichen.
Rheinmetall-Allianz für SATCOMBw Stufe 4
Am 26. Januar 2026 bestätigte OHB in einer Ad-hoc-Meldung laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation für Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Im Zentrum steht das Projekt „SATCOMBw Stufe 4" – eine Satellitenkonstellation mit mindestens hundert Satelliten, die bis 2029 Panzer, Schiffe und Soldaten vernetzen soll.
Die Aufgabenteilung ist klar definiert: Rheinmetall übernimmt als Systemhaus die militärische Integration, OHB liefert Satellitenfertigung und Engineering. Industriell bereitet sich der Konzern bereits vor: Im Oktober 2025 übernahm OHB ein Werk in Schöneck, um die für ein solches Projekt notwendige Serienfertigung zu ermöglichen.
Allein im Rennen ist OHB allerdings nicht. Airbus Defense and Space, das bereits die Stufen 2 und 3 von SatcomBw betreibt, hat ebenfalls Gespräche mit dem Verteidigungsministerium bestätigt.
Ariane 6 bringt kommerziellen Rückenwind
Parallel zum strategischen Rüstungsthema liefert das Kerngeschäft handfeste Ergebnisse. Am 12. Februar 2026 absolvierte die Ariane 6 ihren ersten kommerziellen Flug und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation in den Orbit.
Für OHB ist dieser Erfolg direkt spürbar: Die hundertprozentige Tochter MT Aerospace fertigt Tanks und Strukturkomponenten für die Ariane 6 und hält einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Programm. Mit dem Februar-Start begann die Abarbeitung des größten kommerziellen Vertrags in der Geschichte von Arianespace – Amazon hat insgesamt 18 Starts fest gebucht.
Wachstum auf breiter Front
Die Geschäftszahlen unterstreichen die Dynamik: Der Auftragseingang kletterte 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Für 2025 erwartet das Management eine Gesamtleistung von 1,2 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 9 Prozent.
Die Mittelfristziele sind ambitioniert: 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung für 2026, 1,7 Milliarden Euro für 2027 und über 2,0 Milliarden Euro für 2028. Parallel sollen die Margen steigen – die EBITDA-Marge von 11 Prozent (2026) auf über 12 Prozent (2028), die EBIT-Marge von 8 auf über 9 Prozent.
Treiber sind steigende Budgets der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der Europäischen Union sowie nationaler Kunden. Der Verteidigungsmarkt gewinnt dabei deutlich an Bedeutung. Mittelfristig strebt OHB einen durchschnittlichen Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr an.
Wettbewerb verschärft sich
Der Wettbewerbsdruck bleibt ein Faktor: OHB verweist auf die angekündigte Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo, durch die ein europäischer Großkonkurrent entsteht. Strukturell profitiert der Konzern jedoch vom wachsenden Erdbeobachtungsmarkt, der bis 2035 auf knapp 16 Milliarden US-Dollar ansteigen soll.
Am 19. März 2026 legt OHB den testierten Jahresabschluss für 2025 vor. Die Zahlen müssen zeigen, ob die operative Marge bereits jetzt mit dem Umsatzwachstum Schritt hält. Die Entscheidung über das Bundeswehr-Projekt dürfte im laufenden Ausschreibungsverfahren fallen – und damit über den möglichen Sprung zum milliardenschweren Verteidigungslieferanten.
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