Nasdaq 100: Geopolitischer Schock
Militärschläge gegen den Iran und die Blockade der Straße von Hormus versetzen die Märkte in Alarmbereitschaft. Während Öl und Gold massiv zulegen, suchen Tech-Anleger das Weite. Der Nasdaq 100 steuert auf einen tiefroten Handelsstart zu, da geopolitische Risiken die Bewertungssorgen bei KI- und Wachstumsaktien schlagartig in den Hintergrund drängen.
Eskalation im Nahen Osten
Auslöser für den vorbörslichen Ausverkauf sind Berichte über koordinierte Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran, bei denen auch das staatliche Oberhaupt Ali Chamenei getötet worden sein soll. Als Reaktion stoppte der Iran den Schiffsverkehr durch die strategisch entscheidende Straße von Hormus. Diese massive Eskalation treibt Anleger schlagartig aus Risiko-Assets in sichere Häfen.
Die Auswirkungen sind in den Asset-Klassen sofort spürbar: Die Futures für den technologielastigen Nasdaq 100 fallen vorbörslich um rund 500 Punkte beziehungsweise 2,0 Prozent auf 24.751 Zähler. Gleichzeitig explodieren die Rohstoffpreise. WTI-Rohöl kletterte um über 9 Prozent auf 73 US-Dollar, während Gold als Krisenwährung mehr als 3 Prozent zulegte und die Marke von 5.400 US-Dollar übersprang. Auch US-Staatsanleihen sind gefragt, was die Rendite der 10-jährigen Papiere auf ein 11-Monats-Tief von 3,93 Prozent drückte.
Sektor-Rotation im Gange
Während der Gesamtmarkt unter Druck steht, zeichnet sich eine klare Rotation ab. Rüstungswerte wie Lockheed Martin oder Northrop Grumman profitieren vorbörslich mit Aufschlägen von 6 bis 7 Prozent von der verschärften Sicherheitslage. Auch Energietitel ziehen aufgrund des Ölpreissprungs an. Auf der Verliererseite stehen hingegen zinssensitive Tech-Werte und die Reisebranche, die unter den steigenden Treibstoffkosten und der globalen Unsicherheit leidet; europäische Airline-Aktien gaben bereits deutlich nach.
Chartbild eingetrübt
Der heftige Abverkauf hat wichtige charttechnische Unterstützungen durchbrochen. Ähnlich wie der S&P 500, der unter seine 100-Tage-Linie fiel, zeigt auch der Nasdaq 100 deutliche Schwächesignale. Die vorbörslichen Notierungen signalisieren einen Bruch jüngster Haltemarken. Gelingt zum Handelsstart keine Stabilisierung, rückt Analysten zufolge die 200-Tage-Linie als nächste potenzielle Auffangzone in den Blick. Momentum-Indikatoren deuten aktuell auf weiteren Verkaufsdruck hin.
Der heutige Handelstag dürfte von hoher Volatilität und der Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten geprägt sein. Solange die Blockade der Straße von Hormus – durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots fließen – besteht, bleibt das Inflationsrisiko hoch und erschwert den Kurs der US-Notenbank. Der für Freitag erwartete US-Arbeitsmarktbericht tritt angesichts der akuten geopolitischen Lage vorerst komplett in den Hintergrund.
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