Lufthansa Aktie: Historisches Jubiläum
Am 6. Januar 2026 feiert die Lufthansa ihr 100-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der mehr als nur ein Rückblick ist. Der Konzern nutzt das Jubiläum als Startschuss für eine ambitionierte Turnaround-Strategie. Doch die Börse bleibt skeptisch: Analysten sehen die Aktie durchschnittlich bei 7,60 Euro – rund 10% unter dem aktuellen Niveau von 8,62 Euro.
Die wichtigsten Fakten:
- Lufthansa wird 100 Jahre alt – Gründung am 6. Januar 1926
- Kapazitätswachstum 2026: 6% auf Langstrecken, 3,5% gesamt
- Margenziel bis 2030: 8-10% (aktuell nur 4,4%)
- Analystenkursziel: 7,60 Euro (Spanne: 5,40-12,00 Euro)
- Marktkapitalisierung: rund 10 Milliarden Euro
Jubiläum mit Signalwirkung
Sechs Flugzeuge erhalten Sonder-Lackierungen zum Geburtstag – von der A380 bis zur neuen Boeing 787-9 "Berlin", die bereits im Liniendienst fliegt. Zwei Retro-Lackierungen würdigen die Historie. Eine Dauerausstellung im Hangar One soll die Unternehmensgeschichte erlebbar machen.
Das Motto "We are the Journey" unterstreicht den Anspruch: Das Jubiläum ist kein nostalgischer Blick zurück, sondern der Auftakt zur Neuausrichtung unter CEO Carsten Spohr.
Langstrecke als Wachstumstreiber
Spohr setzt auf klare Prioritäten. Alle zwei Wochen kommt ein neues Großraumflugzeug in die Flotte. Die Kapazität auf Interkontinentalrouten steigt 2026 um 6%. Im Gegenzug begrenzt der Konzern das Kurzstreckengeschäft, um Effizienzgewinne zu realisieren.
Das Gesamtwachstum von 3,5% liegt leicht unter der ursprünglichen Prognose von 4%. Damit erreicht Lufthansa 98% der Kapazität vor der Corona-Pandemie. Konkurrenten wie Air France-KLM und IAG haben dieses Niveau bereits überschritten – ein Rückstand, der sich auch im Aktienkurs zeigt.
Margendruck bleibt Hauptproblem
Die operative Marge von 4,4% im Jahr 2024 liegt weit unter dem Ziel von 8-10% für 2028-2030. Für 2025 erwarten Analysten nur eine leichte Verbesserung auf 4,8%. Die Kostenstruktur bleibt die größte Herausforderung: höhere Steuern und Gebühren in Deutschland, teure Personalverträge und Ineffizienzen in der Verwaltung.
Der angekündigte Abbau von 4.000 Verwaltungsstellen über fünf Jahre soll Entlastung bringen. Ob das ausreicht, um die ehrgeizigen Margenziele zu erreichen, bleibt offen.
Wettbewerber ziehen davon
In den vergangenen sechs Monaten legte die Lufthansa-Aktie 26% zu – ein beachtlicher Anstieg. Der Vergleich mit den europäischen Konkurrenten zeigt jedoch: IAG kletterte um 35%, Air France-KLM sogar um 44,6%. Die Börse traut den Wettbewerbern mehr zu.
Die Spanne der Analystenkursziele von 5,40 bis 12,00 Euro verdeutlicht die geteilten Meinungen. Während einige auf die Turnaround-Strategie setzen, zweifeln andere an der Umsetzbarkeit der Margenziele.
Die Produktoffensive "Future Onboard Experience" startet im Frühjahr 2026 mit über 70 Millionen Euro Investitionsvolumen. Ob verbesserte Service-Konzepte ausreichen, um Marktanteile zurückzuerobern, wird sich zeigen. Am 12. März 2026 legt Lufthansa die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor – dann wird die Börse genauer hinschauen, ob der Margenpfad stimmt.
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