Rekordumsatz, steigende Dividende – und gleichzeitig der nächste Tarifkonflikt in Sicht. Die Lufthansa Group hat 2025 operativ mehr erreicht als in vielen Jahren zuvor, kämpft aber weiterhin an mehreren Fronten gleichzeitig.

Pilotenstreik vorbei, Eurowings-Abstimmung läuft

Der zweitägige Pilotenstreik ist beendet, rund 600 Flüge fielen aus – konzentriert auf die Drehkreuze Frankfurt und München. Wie schwer der Ausstand tatsächlich traf, ist umstritten: Lufthansa spricht davon, mehr als die Hälfte des geplanten Flugprogramms durchgeführt zu haben, bei Langstrecken sogar 60 Prozent. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kommt auf deutlich höhere Ausfallquoten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?

Der eigentliche Konflikt bleibt jedenfalls ungelöst. Kern des Streits sind die Betriebsrenten von rund 4.800 Pilotinnen und Piloten sowie jährliche Gehaltserhöhungen – in beiden Punkten gibt es keine Annäherung.

Noch brisanter ist die Lage bei Eurowings. Dort läuft bis heute, 16. März, eine Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen. Ein positives Ergebnis würde den Konzern erneut in einen Mehrfronten-Arbeitskampf zwingen – mitten in der laufenden operativen Erholung.

Starkes 2025, aber weiter unter Margendruck

Trotz der Turbulenzen blickt Lufthansa auf ein historisch starkes Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro, der operative Gewinn (Adjusted EBIT) kletterte auf zwei Milliarden Euro. Getragen wurde das Ergebnis vor allem von einer robusten Frachtsparte und milliardenschweren Neuaufträgen bei Lufthansa Technik.

Für 2025 schlägt das Management der Hauptversammlung am 12. Mai eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings liegt die operative Marge mit 4,9 Prozent noch weit vom mittelfristigen Ziel von acht bis zehn Prozent entfernt. Das Turnaround-Programm soll helfen: Bis 2030 werden rund 4.000 Verwaltungsstellen abgebaut, für 2026 erwartet der Konzern daraus einen Bruttoergebniseffekt von 1,5 Milliarden Euro – steigend auf 2,5 Milliarden bis 2028.

Geopolitik als struktureller Kostentreiber

Zusätzlichen Druck erzeugt die Lage im Nahen Osten. Flüge nach Dubai sind bis 28. März gestrichen, Verbindungen nach Tel Aviv bis 2. April, nach Beirut bis 28. März und nach Teheran bis 30. April ausgesetzt. Umfliegungen betroffener Lufträume erhöhen Treibstoffverbrauch und verursachen Verspätungen im gesamten Netzwerk. Das Management hat 82 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 abgesichert – ein Puffer, der angesichts dieser Belastungen Planungssicherheit schafft.

Die Aktie notiert mit einem Abstand von rund zwölf Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn knapp zehn Prozent verloren. Die Q1-Zahlen am 6. Mai werden zeigen, wie stark Streik und Streckenausfälle das erste Quartal belastet haben – und ob die Wachstumsguidance für 2026 unter diesen Bedingungen hält.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...