Die Tesla-Aktie zeigt sich heute im vorbörslichen US-Handel kaum verändert bei 414,60 Dollar. Während das Model Y bei Consumer Reports triumphiert, sorgen stockende Robotaxis und rechtliche Querelen in Grünheide für Gegenwind. Wie passt das zusammen?

Consumer Reports kürt Model Y zum Spitzenreiter

Überraschung in der Autowelt: Erstmals in der Geschichte der einflussreichen US-Verbraucherorganisation Consumer Reports sind alle Top-10-Picks des Jahres 2026 hybrid oder elektrisch – und das Model Y von Tesla thront an der Spitze der reinen Elektrofahrzeuge. Die Experten loben besonders die großzügige Reichweite von 331 Meilen bei Autobahngeschwindigkeit, das überarbeitete Fahrwerk und den Zugang zum weitreichenden Supercharger-Netzwerk.

Das Model Y verbinde praktisches Design mit sportlicher Dynamik, heißt es in der Bewertung. Auch die verbesserte Zuverlässigkeit und das aufgewertete Interieur – in der Premium-Version nun mit zusätzlichem Touchscreen für die Rückbank – überzeugten die Tester. Für Tesla ist das ein wichtiges Signal: In einem Jahr, in dem sämtliche Top-Picks elektrifiziert sind, setzt sich der kalifornische Hersteller gegen etablierte Namen wie Honda, Toyota und BMW durch.

Robotaxi-Versprechen bleiben unerfüllt

Doch während die Produktqualität stimmt, hapert es bei den vollmundigen Zukunftsversprechen. Nach acht Monaten im Einsatz zeigt die Bilanz der angeblich autonomen Tesla-Taxis eine ernüchternde Realität: Kein einziges der großspurig angekündigten Ziele wurde erreicht. Elon Musk hatte versprochen, bis Ende 2025 die Hälfte der US-Bevölkerung mit dem Robotaxi-Service zu erreichen – von dieser Vision ist Tesla meilenweit entfernt.

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Parallel dazu hat der Konzern eine strategische Kehrtwende vollzogen: Die vollautonome Fahrfunktion FSD gibt es seit kurzem nur noch im Abo-Modell. Kunden in den USA, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland müssen monatlich zahlen – der Einmalkauf wurde gestrichen. Musk preist dies als nächsten großen Schritt, doch Beobachter werten die Umstellung auch als Versuch, verlässlichere wiederkehrende Einnahmen zu generieren.

Grünheide-Werk im juristischen Kreuzfeuer

Kurz vor den Betriebsratswahlen am 10. März eskaliert der Konflikt zwischen Tesla und der IG Metall. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach einer Strafanzeige des Konzerns wegen eines angeblich unerlaubten Mitschnitts einer Betriebsratssitzung am 10. Februar 2026. Ein Vertreter der IG Metall soll die Sitzung heimlich mit seinem Laptop aufgezeichnet haben – die Gewerkschaft spricht von einer Schmutzkampagne und bezeichnet die Vorwürfe als Lüge.

Unterdessen fordert die IG Metall in einem Zehn-Punkte-Plan bessere Arbeitsbedingungen. Bezirksleiter Jan Otto kritisiert den managementnahen Betriebsrat scharf: "Der Druck auf die Kolleginnen und Kollegen ist enorm, Entlastung gibt es nur, wenn die Produktion wegen Absatzproblemen heruntergefahren wird." Die Gewerkschaft verlangt ein Ende der "Vetternwirtschaft" bei Beförderungen und mehr Personal, wenn die Produktion hochgefahren werden soll.

Der Clinch in Brandenburg zeigt, dass Tesla auch in Europa mit Widerständen kämpfen muss. Während das Produkt überzeugt, bleiben Governance-Themen und die Umsetzung ambitionierter Tech-Versprechen weiterhin Baustellen für den Konzern von Elon Musk.

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