Monatelang bremsten Zertifizierungsprobleme die Dreamliner-Flotte der Lufthansa aus – jetzt kündigt CEO Carsten Spohr eine Lösung in „wenigen Tagen" an. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Premiumkapazität und umweltfreundliche Triebwerke. Reicht das, um die Ertragslücke zu schließen?

FAA-Freigabe für Allegris-Kabine steht bevor

Die Boeing 787-9 „Dreamliner" der Lufthansa könnten bald ihre volle Kapazität ausschöpfen. CEO Carsten Spohr erklärte am gestrigen Sonntag, dass eine positive Ankündigung der US-Luftfahrtbehörde FAA zur Zertifizierung der neuen Allegris-Business-Class-Sitze unmittelbar bevorsteht.

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Die Kernfakten:
- Teile der Premium-Kabine sind seit Monaten wegen fehlender FAA-Freigabe blockiert
- Gesperrte Sitzreihen können nach Zertifizierung wieder verkauft werden
- Normalisierung der operativen Effizienz der 787-Flotte in Sicht

Eine Freigabe würde der Airline erlauben, die brachliegenden Premium-Plätze wieder zu monetarisieren – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Auslastung auf Langstreckenrouten.

Premiumoffensive auf der Transatlantikroute

Parallel optimiert Lufthansa gezielt gewinnträchtige Verbindungen. Auf der täglichen Strecke München–Washington Dulles ersetzt der Konzern den Airbus A350-900 durch den größeren A340-600. Der entscheidende Unterschied: Der A340 bietet deutlich mehr First-Class-Sitze – und damit höhere Einnahmen pro Flug.

Die Strategie ist klar: Profitabilität vor Volumenwachstum. In einem deutschen Markt, der laut CAPA - Centre for Aviation auch 2025 noch über 11 Prozent unter dem Niveau von 2019 lag, setzt Lufthansa auf zahlungskräftige Passagiere statt auf Masse.

Triebwerkstest mit Branchenriesen

Am heutigen Montag bestätigte Lufthansa eine Technologie-Allianz mit Air France und Singapore Airlines. Am Flughafen Changi in Singapur testen die drei Airlines gemeinsam die „Open Fan"-Triebwerke von CFM International aus dem RISE-Programm. Das Versprechen der Hersteller: 20 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sowie reduzierte Lärmbelastung gegenüber aktuellen Modellen.

Für Lufthansa ist die Initiative Teil der langfristigen Flottenstrategie. Effizienzgewinne bei Treibstoff wirken sich direkt auf die Kostenstruktur aus – ein kritischer Faktor in einem Markt mit dünnen Margen.

Risikofaktor Fußball-WM

Trotz operativer Fortschritte warnen Marktbeobachter vor Gegenwind im Sommergeschäft 2026. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika könnte die Reisenachfrage nach Europa dämpfen – ein Effekt, der besonders Lufthansa als größte europäische Airline treffen würde.

Am 6. März folgen die Quartalszahlen. Bis dahin bleibt die Frage, ob die Kombination aus FAA-Freigabe, Premiumstrategie und Technologiepartnerschaften ausreicht, um die strukturellen Herausforderungen des deutschen Heimatmarkts zu kompensieren.

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