Die Lufthansa Group bricht mit einer jahrzehntelangen Tradition: Erstmals übernimmt der Konzern umfassend Verantwortung für die Rolle seiner Vorgängergesellschaft während der NS-Diktatur. „Die Lufthansa war ganz klar Teil des Systems", erklärte Vorstandschef Carsten Spohr am 4. Februar. Diese Aussage markiert einen radikalen Kurswechsel in der Unternehmenskommunikation – rechtzeitig zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der 1926 gegründeten „Luft Hansa".

Die wichtigsten Fakten:
- Mehr als 12.000 Zwangsarbeiter in Rüstungsproduktion und Wartung ausgebeutet
- 1944 stammten über zwei Drittel der Einnahmen aus dem Rüstungsbereich
- Neue wissenschaftliche Gesamtdarstellung erscheint im März 2026
- Ausstellung im Frankfurter Konferenz- und Besucherzentrum geplant

Rüstungskonzern statt Fluglinie

Der Göttinger Historiker Manfred Grieger, Mitautor der neuen Unternehmensgeschichte, formuliert es noch deutlicher: „Die Lufthansa war ein Unternehmen des Nationalsozialismus." Die Zahlen belegen diese Einschätzung eindrücklich. Die damalige Hansa beschäftigte mehr als 12.000 Zwangsarbeiter – darunter auch Kinder. Die Rüstungsproduktion dominierte das Geschäft: 1944 trug sie über zwei Drittel zu den Gesamteinnahmen bei.

Das Buch „Lufthansa – Die ersten 100 Jahre" der Historiker Hartmut Berghoff, Manfred Grieger und Jörg Lesczenski erscheint im März 2026 im Prestel Verlag. Der Konzern hat diese wissenschaftliche Aufarbeitung selbst in Auftrag gegeben.

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Geschäftszahlen im Fokus

Für Anleger rückt der 6. März 2026 in den Fokus: An diesem Tag veröffentlicht die Lufthansa Group ihren Jahresbericht 2025. Der Konzern erwartet ein Adjusted EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau von 1,6 Milliarden Euro.

Die operative Entwicklung der ersten neun Monate 2025 untermauert diese Prognose. Das Adjusted EBIT stieg um 300 Millionen Euro auf 1,48 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung sank zum 30. September um 628 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro. Zudem verzeichnete der Konzern die höchsten Pünktlichkeits- und Regelmäßigkeitswerte seit Beginn der Corona-Pandemie.

Stellenabbau trotz positiver Bilanz

Parallel zur Geschäftserholung plant Lufthansa den Abbau von rund 4.000 Verwaltungsstellen bis 2030 weltweit. Der Konzern verweist auf die fortschreitende Integration der Konzernairlines Austrian, Brussels Airlines, ITA Airways und SWISS sowie zunehmende Digitalisierung.

Am 6. März folgt neben dem Jahresbericht eine Analysten- und Pressekonferenz. Die Hauptversammlung findet am 12. Mai 2026 in Frankfurt statt.

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