Mehr Vernetzung, mehr Angriffsfläche: E.ON verzeichnet täglich mehrere hundert Cyberangriffe auf seine Netzinfrastruktur — zehnmal so viele wie noch vor fünf Jahren. Netzvorstand Thomas König macht dafür direkt die fortschreitende Digitalisierung verantwortlich. Jede neue digitale Verbindung im Stromnetz ist eben auch ein potenzielles Einfallstor.

Das Paradoxe daran: E.ON treibt diese Digitalisierung selbst mit hohem Tempo voran. Mit der Inbetriebnahme des einmillionsten Smart Meters — installiert durch die Tochter LEW Verteilnetz bei einer Kundin im Raum Augsburg — hat der Konzern gerade einen Meilenstein gefeiert. Jährlich sollen künftig rund 500.000 weitere dieser Geräte folgen, die den Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt übermitteln. Ohne sie ist die Integration erneuerbarer Energien kaum zu bewältigen. Mit ihnen wächst die Angriffsfläche für digitale Sabotage.

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Starkes Netzgeschäft als Fundament

Operativ läuft es für E.ON gut. Das bereinigte EBITDA stieg 2025 auf 9,8 Milliarden Euro — am oberen Ende der eigenen Prognose und neun Prozent über dem Vorjahr. Besonders das Segment Energy Networks legte mit einem Plus von zwölf Prozent auf 7,7 Milliarden Euro kräftig zu. Bis 2030 plant E.ON 40 Milliarden Euro allein in den Netzausbau zu investieren.

Die Aktie spiegelt diese Stärke wider: Seit Dezember 2025 hat sie über 31 Prozent zugelegt und Mitte März ein Zehnjahreshoch markiert. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 19,27 Euro notiert sie weiterhin deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Regulierung als nächste Bewährungsprobe

Ende März entscheidet die Bundesnetzagentur über den Anpassungsfaktor für Betriebskosten, im November folgt die finale Entscheidung zur Gasregulierung. Geplant sind zudem eine Verkürzung der Regulierungsperiode von fünf auf drei Jahre sowie strengere Effizienzvorgaben — beides würde den Kostendruck auf Netzbetreiber erhöhen.

Für E.ON ist das keine abstrakte Frage. Die milliardenschweren Investitionen in Netzausbau und Cybersicherheit rechnen sich nur, wenn der Regulierungsrahmen attraktive Renditen zulässt. Wie die Bundesnetzagentur Ende März entscheidet, dürfte den Kurs stärker bewegen als jeder Hackerangriff.

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